Paul Wanner wechselt die Nationalmannschaft: Warum er jetzt für Österreich spielt
Diethelm WeißPaul Wanner wechselt die Nationalmannschaft: Warum er jetzt für Österreich spielt
Paul Wanner hat sich entschieden, künftig für Österreich statt für Deutschland im internationalen Fußball anzutreten. Der junge Mittelfeldspieler, der in der Nähe der österreichischen Grenze aufgewachsen ist, wechselte nach Jahren im deutschen Nachwuchsbereich die Nationalmannschaft. Seine Entscheidung fiel nach Gesprächen mit Ralf Rangnick, dem aktuellen österreichischen Teamchef, der eine zentrale Rolle bei seiner Wahl spielte.
Wanner wurde in Dornbirn als Sohn einer Vorarlbergerin und eines deutschen Vaters geboren und verbrachte seine frühen Jahre in Amtzell in Oberschwaben. Mit 13 Jahren wechselte er von Ravensburg in die Jugendakademie des FC Bayern München und durchlief dort die Nachwuchsmannschaften, während er 27 Länderspiele für deutsche Jugendauswahlen bestritt.
Im November 2022 wollte Julian Nagelsmann ihn erstmals in die deutsche A-Nationalmannschaft berufen. Doch Wanner lehnte das Angebot ab und entschied sich stattdessen für Österreich. Unter Rangnick agiert er nun als kreativer "Zehnter" in einem 4-2-3-1-System, wobei er zentraler aufgestellt ist als Mannschaftskollegen wie Christoph Baumgartner, der eher auf den Außenbahnen spielt, oder Marcel Sabitzer, der defensiv mehr Laufarbeit leistet.
Die österreichische Nationalhymne kann Wanner zwar noch nicht auswendig, doch er hofft, dass Rangnick auch über die Weltmeisterschaft hinaus Teamchef bleibt. Seine Vorliebe für die klassische Spielmacherrolle unterstreicht seinen Fokus auf den finalen Pass und offensive Kreativität.
Wanners Wechsel zu Österreich markiert einen Bruch mit seiner deutschen Fußballvergangenheit. Künftig wird er als zentraler Kreativspieler im Mittelfeld der Nationalmannschaft eine Schlüsselrolle einnehmen. Seine Entscheidung zeigt zudem, welchen Einfluss Rangnick auf die zukünftige Ausrichtung des österreichischen Teams hat.






