Olivia Rodrigo verteidigt ihren Babydoll-Look gegen Sexismus-Vorwürfe
Francesco SchenkOlivia Rodrigo verteidigt ihren Babydoll-Look gegen Sexismus-Vorwürfe
Olivia Rodrigos drittes Studioalbum You Seem Pretty Sad for a Girl So in Love erscheint am 12. Juni. Die Platte enthält die Chartstürmer Drop Dead und The Cure – doch in den letzten Wochen sah sich die Sängerin wegen ihrer Modeentscheidungen heftiger Kritik ausgesetzt.
Ihre Babydoll-Kleider, die sie im Musikvideo zu Drop Dead und bei einem Konzert in Barcelona trug, lösten hitzige Online-Debatten aus. Kritiker warfen ihr vor, kindliche Ästhetik mit erwachsener Sexualität zu vermischen – ein Streit, den Fans mittlerweile als „Babydoll-Dress-Gate“ bezeichnen.
Der Shitstorm begann, nachdem Rodrigo in einem kurzen, gerüschten Kleid aufgetreten war, das an ein Kinder-Nachthemd erinnerte. Online-Kommentatoren bemängelten, der Stil sexualisiere jugendliche Bilder und sei unangemessen. Die Sängerin nahm in einem Interview mit dem New York Times Popcast Stellung und nannte die Reaktionen „seltsam“ und „beunruhigend“.
Sie verteidigte ihre Wahl mit Verweis auf feministische Punk-Ikonen wie Kathleen Hanna und Courtney Love, die sie inspiriert hätten. Für sie stehe der Babydoll-Look für Stärke, nicht für Infantilisierung. Zudem fragte Rodrigo, warum ausgerechnet ein Kleid, das mehr bedecke als viele andere Bühnenoutfits, solche Empörung auslöse.
Die Sängerin ging noch einen Schritt weiter und deutete an, dass die Kontroverse tiefere kulturelle Probleme offenbare. Sie kritisierte, dass die Gesellschaft Mädchen oft für männliches Begehren verantwortlich mache, während schädliche Einstellungen verharmlost würden. Damit lenkte sie die Debatte von ihrer Kleidung hin zu größeren Fragen über Sexismus und Verantwortung.
Trotz des Aufruhrs läuft die Albumveröffentlichung weiter. Drop Dead und The Cure dominieren bereits die Playlists und bereiten den Weg für den Release am 12. Juni. Fans und Kritiker warten nun gespannt, ob die Musik – oder die Diskussionen darum – diese Phase ihrer Karriere prägen werden.
Das Album erscheint mitten in anhaltenden Debatten über Mode, Feminismus und gesellschaftliche Doppelstandards. Rodrigos Reaktion hat der Diskussion eine weitere Ebene hinzugefügt, indem sie ihren persönlichen Stil mit größeren kulturellen Kritikpunkten verknüpft. Mit dem nahenden Veröffentlichungsdatum könnte die Kontroverse die Aufmerksamkeit für ihr neues Werk noch verstärken.






