Old Texas Town droht Räumung nach gescheiterten Verhandlungen in Spandau
Hans-Jürgen ZirmeOld Texas Town droht Räumung nach gescheiterten Verhandlungen in Spandau
Streit um die Zukunft von Old Texas Town: Verhandlungscheit droht Räumungsklage
Die Zukunft des Western-Themenparks Old Texas Town im Berliner Bezirk Spandau bleibt weiter ungewiss. Die Gespräche zwischen dem Grundstückseigentümer, der Firma Dr. Aldinger & Fischer, und dem örtlichen Bezirksamt sind gescheitert. Der Verein Old Texas Town sieht sich nun mit einer Räumungsklage konfrontiert, nachdem der Pachtvertrag ausgelaufen ist.
Ursprünglich ging es in den Verhandlungen um die Entwicklung des Geländes. Der Eigentümer schlug eine fünfjährige Übergangsregelung vor, um Planungszeit zu gewinnen. Das Bezirksamt lehnte dies ab und unterbreitete später ein Angebot über zwölf Jahre, dann als Kompromiss acht Jahre.
Zudem verweigerte das Bezirksamt die Erteilung einer vorläufigen Baugenehmigung, was schließlich zum Abbruch der Gespräche führte. Dr. Aldinger & Fischer hatte auf eine mittelfristige gewerbliche Nutzung gedrängt, doch dies widerspricht dem aktuellen Bebauungsplan. Das Unternehmen war nicht bereit, die Duldsfrist über fünf Jahre hinaus zu verlängern.
Der Verein Old Texas Town möchte auf dem Gelände bleiben, verfügt jedoch über keinen gültigen Mietvertrag. Das Bezirksamt bestreitet, rechtliche Sicherheit verweigert zu haben, und betont, dass Planungsverlässlichkeit für alle Beteiligten gelten müsse.
Das Scheitern der Verhandlungen wirft die Frage nach der Zukunft des Parks auf. Der Verein wird sich nun gegen die Räumungsklage zur Wehr setzen. Aktuell sind keine weiteren Gespräche zwischen den Konfliktparteien geplant.
