30 March 2026, 22:13

Oktoberfest 2023: Überfüllung stoppt das Fest – und ein Boxkampf entscheidet die Würstl-Fehde

Große Gruppe von Menschen sitzt an langen Tischen unter einem Zelt auf dem Oktoberfest in München, Deutschland, mit Taschen und Gegenständen auf den Tischen und festlicher Dekoration im Hintergrund.

Oktoberfest 2023: Überfüllung stoppt das Fest – und ein Boxkampf entscheidet die Würstl-Fehde

Oktoberfest 2023: Überfüllung stoppt das Fest – und eine Würstl-Fehde endet im Boxring

In diesem Jahr sorgte das Oktoberfest für unerwartete Aufregung: Wegen Überfüllung musste das Gelände kurzzeitig geschlossen werden. Gleichzeitig eskalierte ein jahrzehntealter Streit zwischen Thüringen und Franken um den Titel des ältesten Würstchenstands Deutschlands – und endete ausgerechnet in einem Boxkampf, der die Frage ein für alle Mal klären sollte.

Das Fest geriet ins Stocken, als die Veranstalter nach einem massiven Besucherandrang vorübergehend die Tore schließen mussten. Die Behörden betonten später, es habe keine akute Gefahr bestanden, doch einige Gäste zeigten sich verunsichert über die Sicherheitsvorkehrungen.

Unterdessen entbrannte eine hitzige Debatte darüber, welche Region Anspruch auf den ältesten Bratwurststand Deutschlands erheben darf. Thüringen berief sich auf ein Dokument aus Erfurt von 1269 und stellte damit bayerische Aufzeichnungen aus Regensburg (1313) und Nürnberg (1419) infrage. Der seit den 1950er-Jahren schwelende Konflikt hat die regionale Verbundenheit mit der thüringischen, bayerischen und fränkischen Rostbratwurst weiter verstärkt. Medienberichte und lokale Wettbewerbe hielten die Tradition über die Jahrzehnte lebendig.

Neue Forschungsergebnisse bestätigten später, dass die älteste Wurstküche Deutschlands tatsächlich in Thüringens Arnstadt steht – und zwar seit 1404. Um den Streit endgültig beizulegen, einigten sich Vertreter beider Regionen auf einen ungewöhnlichen Schiedsrichter: einen Boxkampf. Thüringen ging als Sieger hervor und entschied die Fehde damit auf spektakuläre Weise für sich.

Nach der kurzen Unterbrechung lief das Oktoberfest wie gewohnt weiter, ohne weitere Zwischenfälle. Die Würstl-Rivalität, nun zugunsten Thüringens entschieden, gab den diesjährigen Feierlichkeiten eine besondere Note. Die Besucher kehrten zurück, um das Fest in vollen Zügen zu genießen – wenn auch manche mit einem kritischen Blick auf das Besuchsmanagement.

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