NRW investiert 836 Millionen Euro in den Ausbau der S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln
Diethelm WeißNRW investiert 836 Millionen Euro in den Ausbau der S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln
Nordrhein-Westfalen treibt Ausbau der S11-Bahnstrecke zwischen Bergisch Gladbach und Köln voran
Nordrhein-Westfalen (NRW) setzt ein großes Ausbauprojekt der S11-Bahnlinie zwischen Bergisch Gladbach und Köln um. Das Land stellt dafür 305 Millionen Euro bereit – das Gesamtbudget des Vorhabens beläuft sich auf 836 Millionen Euro. Nach Fertigstellung soll die Strecke Züge im Zehn-Minuten-Takt anbieten, in den Hauptverkehrszeiten sogar noch häufiger.
Der Ausbau der S11 umfasst ein zweites Gleis entlang der Strecke, modernisierte Bahnhöfe und eine verbesserte Barrierefreiheit. Zudem entstehen zwei neue Mittelbahnsteige – einer am Kölner Hauptbahnhof und einer am Bahnhof Köln Messe/Deutz. Ziel des Projekts ist es, die Infrastruktur zu modernisieren und die Kapazitäten für Pendler zu erhöhen.
NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer erwartet, dass alle Baugenehmigungen noch in diesem Sommer vorliegen. Anschließend kann die DB InfraGO mit der Ausschreibung von Aufträgen und der Anmeldung von Streckensperrungen beginnen. Unklar bleibt jedoch der Zeitplan: Die Bauarbeiten könnten frühestens Ende 2030 starten.
Für Pendler bedeutet das erhebliche Einschränkungen, beginnend mit einer großen Sperrung nach Ostern 2026. Der ursprünglich angestrebte Fertigstellungstermin Anfang 2032 gilt aufgrund von Terminüberschneidungen mit anderen Projekten als unsicher.
Der Bund beteiligt sich mit 531 Millionen Euro an den Gesamtkosten von 836 Millionen Euro. Nach Inbetriebnahme wird die ausgebauten Strecke Züge im Zehn-Minuten-Takt fahren, in Stoßzeiten fast verdoppelt auf einen Fünf-Minuten-Takt.
Der S11-Ausbau verspricht schnellere und zuverlässigere Verbindungen für Fahrgäste in der Kölner Region. Doch Verzögerungen bei Planung und Bau sowie Terminkonflikte lassen den Fertigstellungstermin offen. Pendler müssen sich auf Jahre mit Einschränkungen einstellen, bevor die Verbesserungen greifen.






