"Noch eins!": Berlins Tafel bittet Kund:innen um Extra-Spende an der Supermarktkasse
Conrad Pechel"Noch eins!": Berlins Tafel bittet Kund:innen um Extra-Spende an der Supermarktkasse
Berlins Tafel ruft Kund:innen auf, an der Kasse ein Extra-Produkt zu spenden
Mit der Kampagne "Noch eins!", die bis zum 4. April 2026 läuft, beteiligen sich 15 Supermärkte in der Hauptstadt. Ehrenamtliche wie Anne, Uschi und Marianne sammeln bereits in Neukölln Spenden, um Bedürftige zu unterstützen.
Die Berliner Tafel war 1993 die erste ihrer Art in Deutschland. Mittlerweile umfasst das Netzwerk bundesweit 970 Einrichtungen mit fast 80.000 Freiwilligen. Besonders seit der Pandemie und dem Krieg in der Ukraine ist die Nachfrage stark gestiegen – die Zahl der Menschen, die auf Lebensmittelhilfe angewiesen sind, hat sich nahezu verdoppelt.
Jeden Monat verteilt die Berliner Tafel 660 Tonnen Lebensmittel über 48 Ausgabestellen. Rund 94.000 Menschen in Obdachlosenunterkünften und Suppenküchen erhalten Unterstützung. Die Organisation betreibt ein Logistikzentrum und eine Flotte von 25 Lieferfahrzeugen, um Spenden effizient zu verteilen.
Die "Noch eins!"-Kampagne stärkt die Vorräte zu wichtigen Zeiten wie Ostern, Erntedank und Weihnachten. Kund:innen werden aufgefordert, ein zusätzliches Produkt mitzunehmen und es den Ehrenamtlichen an der Kasse zu überlassen. Die 33-jährige Anne engagiert sich donnerstags, wenn sie nicht im KaDeWe arbeitet. Gemeinsam mit anderen sortiert sie die Spenden, damit die Lebensmittel denen zugutekommen, die sie am dringendsten brauchen.
Die Osteraktion läuft noch bis Anfang April, beteiligt sind unter anderem Edeka, Rewe und Kaufland. Extra-Spenden der Kund:innen helfen der Tafel, die steigende Nachfrage zu bewältigen. Die Lebensmittelhilfe bleibt auf öffentliche Unterstützung angewiesen, um Tausenden in Berlin zu helfen.






