17 June 2026, 18:33

Nmecha und Tah beten mit Gegnern aus Curaçao – ein Zeichen des Glaubens statt Politik

Spontane World Cup-Gebet unterscheidet sich vom Fußball-Aktivismus

Nmecha und Tah beten mit Gegnern aus Curaçao – ein Zeichen des Glaubens statt Politik

Die deutschen Spieler Felix Nmecha und Jonathan Tah schlossen sich nach einem Spiel ihren Gegner aus Curaçao zu einem christlichen Gebet an. Die Geste erfolgte im Anschluss an den 7:1-Sieg Deutschlands und war ein freiwilliger Ausdruck gemeinsamen Glaubens. Sie hob sich damit von den politischen und gesellschaftlichen Kampagnen ab, die im modernen Fußball häufig zu beobachten sind.

Der Gebetskreis zwischen den beiden Mannschaften war ein spontaner Moment. Nmecha bezeichnete ihn später als Zeichen der Einheit und Dankbarkeit unter christlichen Spielern. Kein Fußballverband oder eine andere Institution hatte die Aktion organisiert.

In den letzten Jahren wurde Fußball oft als Plattform für politische und kulturelle Botschaften genutzt. Seit 2020 ist das Kniefallen vor Spielen als Protest gegen rassistische Ungerechtigkeit weit verbreitet. Verbände und Vereine fördern zudem Initiativen für Vielfalt, Inklusion und LGBT-Rechte, etwa durch Regenbogen-Symbolik oder die OneLove-Armbinde.

Doch dieses Gebet stand in keinem Zusammenhang mit solchen Kampagnen. Es blieb ein persönlicher Ausdruck des Glaubens – losgelöst von den gesellschaftlichen Bewegungen, die sonst auf dem Platz zu sehen sind.

Der Moment unterstrich eine andere Form der Einheit im Fußball. Während Fans uneins über die wachsende politische und kulturelle Rolle des Sports sind, ging es bei dieser Geste allein um den Glauben – nicht um Aktivismus.

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