Neuköllns Stromzukunft: 78-Millionen-Projekt für modernes Umspannwerk gestartet
Diethelm WeißNeuköllns Stromzukunft: 78-Millionen-Projekt für modernes Umspannwerk gestartet
Modernes Umspannwerk für Berlin-Neukölln: 78-Millionen-Investition sichert Stromversorgung der Zukunft
Seit den 1970er-Jahren versorgt ein großes Umspannwerk an der Karl-Marx-Straße in Berlin-Neukölln den Bezirk mit Strom. Nun ersetzt der Netzbetreiber Stromnetz Berlin die Anlage durch eine moderne Einrichtung am selben Standort – und garantiert dabei während der gesamten Bauphase eine unterbrechungsfreie Stromversorgung. Das 78 Millionen Euro teure Projekt markiert einen bedeutenden Schritt zur Modernisierung des Berliner Stromnetzes.
Der offizielle Spatenstich erfolgte am 26. März und läutete die erste Projektphase ein. Mit dem Bau des Hauptgebäudes wird 2027 begonnen, wobei der Rohbau noch im selben Jahr fertiggestellt werden soll. Optisch setzt die neue Anlage auf eine Ziegelfassade: Dunkleres Mauerwerk hebt Treppenhäuser vom helleren Äußeren ab.
Ab Ende 2031 nimmt das Umspannwerk schrittweise alle Kabelverbindungen der alten Anlage in Betrieb. Die vollständige Umstellung soll bis Ende 2033 abgeschlossen sein, bevor die veraltete Infrastruktur zurückgebaut wird. Der Standort blickt auf eine bewegte Geschichte zurück – hier befanden sich einst eine Fabrik für Busse und Straßenbahnen, deren Relikte während der Bauarbeiten berücksichtigt werden müssen.
Jochen Biedermann, Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr in Neukölln, betonte die enge Zusammenarbeit zwischen Kommunalverwaltung und Stromnetz Berlin. Solche Vorhaben seien essenziell, um die kritische Infrastruktur des Bezirks zu stärken. Dr. Stefan Rolauffs, Leiter Netzentwicklung bei Stromnetz Berlin, unterstrich die Bedeutung der Investition: "Ein entscheidender Schritt, um den wachsenden Strombedarf Berlins mit einer nachhaltigen und zukunftssicheren Lösung zu decken."
Die neue Anlage wird zehntausende Haushalte und Unternehmen in Neukölln zuverlässig mit Strom versorgen und die Energieverteilung langfristig sichern. Bis 2031 entsteht so ein moderner Netzknotenpunkt, der die veraltete Infrastruktur ersetzt – ohne Versorgungsunterbrechungen. Mit der 78-Millionen-Investition stärkt Berlin nicht nur sein Stromnetz für die kommenden Jahrzehnte, sondern stellt sich auch auf den steigenden Energiebedarf der Stadt ein.






