Mönchengladbachs Wohnungsbau-Boom: Fertigstellungen fast verdreifacht – wie die Stadt den Landesdurchschnitt sprengt
Francesco SchenkMönchengladbachs Wohnungsbau-Boom: Fertigstellungen fast verdreifacht – wie die Stadt den Landesdurchschnitt sprengt
Mönchengladbach verzeichnet dramatischen Anstieg im Wohnungsbau – Fertigstellungen fast verdreifacht
Während Nordrhein-Westfalen insgesamt mit einem Rückgang beim Neubau kämpft, sticht Mönchengladbach mit einem beispiellosen Boom hervor. Lokale Initiativen und erhöhte Fördermittel scheinen den Aufschwung zu befeuern.
Im Jahr 2025 wurden in Mönchengladbach 758 neue Wohnungen fertiggestellt – ein Anstieg um 188 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Bauquote kletterte von 9,8 auf 28,4 Wohnungen pro 10.000 Einwohner und liegt damit 43 Prozent über dem Landesdurchschnitt von 19,8. Dieser Erfolg folgt auf den Start der Wohnungsbauinitiative 2023, durch die 43 Millionen Euro in das städtische Wohnungsunternehmen WohnBau flossen.
Auch die Baugenehmigungen stiegen stark an: 2025 gab es ein Plus von 73,6 Prozent. Die Stadt bewilligte 43,2 Millionen Euro an Fördermitteln für 218 neue Wohneinheiten. Besonders markant war der Anstieg bei der Sozialwohnungsförderung: 2024 setzte Mönchengladbach 274 Prozent seines zugewiesenen Budgets ein – nach nur 5 Prozent im Jahr 2021.
Nordrhein-Westfalen hingegen steckt in der Krise: 2025 wurden 37.185 Wohnungen fertiggestellt, ein Rückgang um 9,4 Prozent gegenüber 2024 und der niedrigste Stand seit 14 Jahren. Der Erfolg Mönchengladbachs hebt sich damit deutlich vom landesweiten Trend ab.
Durch gezielte Investitionen und politische Maßnahmen hat die Stadt eine rasante Ausweitung des Wohnungsbaus erreicht. Mit steigenden Fertigstellungen und mehr Genehmigungen übertrifft Mönchengladbach den Landesdurchschnitt nun deutlich. Die Ergebnisse zeigen: Zielgerichtete Förderung und lokale Initiativen können den Wohnungsbau selbst in schwierigen Marktlagen ankurbeln.






