Mainzer Schüler wählen anders als der Landesdurchschnitt bei Juniorwahlen
Hans-Jürgen ZirmeMainzer Schüler wählen anders als der Landesdurchschnitt bei Juniorwahlen
Schüler in Mainz nehmen an "Juniorwahlen" teil – mit überraschenden Ergebnissen
Schülerinnen und Schüler in Mainz haben kürzlich an den "Juniorwahlen" teilgenommen und unter realen Wahlbedingungen ihre Stimmen abgegeben. Die simulierte Abstimmung spiegelte die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz wider, bei der die rechtspopulistische AfD landesweit bei den unter 25-Jährigen vorne lag. Doch auf Schulebene zeigten sich deutliche Unterschiede – mit teils ganz anderen Ergebnissen.
Bei der offiziellen Landtagswahl in Rheinland-Pfalz erreichte die AfD in der Altersgruppe unter 25 Jahren 21 Prozent der Stimmen. Die SPD folgte mit 20 Prozent, die Linke kam auf 16 Prozent, während die CDU in dieser Gruppe nur 15 Prozent erzielte.
An den Mainzer Schulen fielen die Ergebnisse jedoch ganz anders aus: An den Bischöflichen Willigis-Schulen gewann die CDU mit 30,8 Prozent der Stimmen. Am Otto-Schott-Gymnasium setzten sich die Grünen durch und erhielten 31,7 Prozent.
Die SPD schnitt an mehreren Schulen besonders stark ab: An der IGS Bretzenheim erreichte sie 25 Prozent, am Gutenberg-Gymnasium führte sie mit 29,1 Prozent. Am Frauenlob-Gymnasium gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen – sowohl SPD als auch Grüne kamen auf 26,1 Prozent.
Auch die Linke konnte punkten und gewann an der IGS Auguste Cornelius Hechtsheim mit 28,9 Prozent der Stimmen.
Die Juniorwahlen zeigten, wie unterschiedlich die politischen Präferenzen an Mainzer Schulen ausfallen. Während die AfD landesweit bei jungen Wählerinnen und Wählern vorne lag, dominierten auf lokaler Ebene CDU, SPD und Grüne. Die simulierte Wahl bot den Schülerinnen und Schülern zudem eine praktische Erfahrung – als Vorbereitung auf künftige echte Wahlen.






