Mainz findet Kompromiss bei neuer Tourismusabgabe nach monatelangem Streit
Hans-Jürgen ZirmeMainz findet Kompromiss bei neuer Tourismusabgabe nach monatelangem Streit
Mainz einigt sich nach monatelangen Diskussionen auf Kompromiss bei neuer Tourismusabgabe
Nach monatelangen Debatten hat Mainz eine Lösung für die umstrittene Tourismusabgabe gefunden. Die Einigung erfolgte nach intensiven Verhandlungen zwischen lokalen Tourismusunternehmen und Vertretern der Stadtverwaltung. Um die Bedenken der Branche zu berücksichtigen, wurde der ursprüngliche Entwurf in zentralen Punkten überarbeitet.
Der erste Vorschlag war auf massive Kritik von Verbänden wie dem DEHOGA und der IHK für Rheinhessen gestoßen. Durch ihren Druck wurde eine überarbeitete Fassung erarbeitet, die die Zahlungspflicht von den Beherbergungsbetrieben auf die Übernachtungsgäste verlagert. Zudem sah sich die Stadt gezwungen, kurzfristig alternative Finanzierungsmöglichkeiten zu prüfen.
Ab 2027 wird der Mainzer Tourismusfonds jährlich 200.000 Euro aus dem städtischen Haushalt erhalten. Matthias Sieber-Wagner, Vorsitzender des Fonds, bezeichnete die Zusage als „wichtige Investition“ und ein „klares Bekenntnis zur Branche“. Gleichzeitig bestätigte er, dass die Verantwortlichen einer umfassenden Überprüfung der Beherbergungssteuer bis 2028 zugestimmt hätten.
Diese Evaluation soll auch eine erneute Bewertung des von der Wirtschaft bevorzugten Gästebeitragsmodells umfassen. Die Entscheidung spiegelt den Spagat wider, zwischen Einnahmensteigerung und der Wettbewerbsfähigkeit des Tourismussektors zu balancieren.
Künftig wird die Abgabe direkt von den Gästen und nicht mehr von den Betrieben entrichtet. Die jährlichen 200.000 Euro sollen ab 2027 die Tourismuswerbung stärken. Eine vollständige Prüfung des Steuersystems ist für 2028 vorgesehen, um dessen Wirksamkeit zu bewerten.






