12 March 2026, 18:14

Ludwigshafener Schüler drehen Imagefilm gegen das schlechte Schulimage

Ein Plakat mit animierten Bildern von Menschen und Text, der besagt, dass die Anzahl internationaler Studenten in den USA im Schuljahr 2014/15 um 10% auf einen Rekordwert von 974.926 Studenten gestiegen ist.

Schüler möchten das Image der problematischen Schule verbessern - Ludwigshafener Schüler drehen Imagefilm gegen das schlechte Schulimage

Schülerinnen und Schüler der Karolina-Burger-Realschule plus in Ludwigshafen unternehmen Schritte, um das angeschlagene Image ihrer Schule aufzubessern. Sie produzieren einen Imagefilm mit Videos, Tanz und Kunstwerken aus jeder Klasse. Das Projekt soll eine positivere Seite der Einrichtung zeigen – nach früheren Kontroversen, die das Ansehen belastet haben.

Die Schule stand wiederholt im Fokus der Öffentlichkeit, vor allem wegen schwerwiegender Vorfälle. Polizeieinsätze, bei denen Reizgas zum Einsatz kam, sowie ein mutmaßlicher Messerangriff sorgten für Aufsehen. Als Reaktion startete das Land Rheinland-Pfalz eine umfassende Präventionsinitiative, um die Aufsicht an besonders belasteten Schulen zu verstärken.

Im Rahmen dieses Programms wurden 50 zusätzliche Schulsozialarbeiter eingestellt, und 1.200 Lehrkräfte erhielten Fortbildungen zur frühen Erkennung von Gewalt. Zudem wurde die mobile Betreuung in 20 Risikogebieten ausgebaut. Der Imagefilm ist Teil dieser Bemühungen, wird jedoch nicht direkt vom Bildungsministerium finanziert. Stattdessen begleitet ein externer ehrenamtlicher Trainer das Projekt – ohne Bezahlung.

Die Filmcrew reichte eine branchenübliche Rechnung ein, die über das Programm Chancen Start abgerechnet wird. Die geschätzten Gesamtkosten der Produktion belaufen sich auf 150.000 Euro, genaue Zahlen wurden jedoch nicht veröffentlicht. Dennoch übt die AfD-Fraktion Kritik an der Initiative. Sie fordert eine Sondersitzung des Bildungsausschusses des Landes, um die Ausgaben zu prüfen.

Das von den Schülerinnen und Schülern getragene Filmprojekt schreitet als Teil der umfassenderen Maßnahmen voran, um Sicherheitsfragen und das Image der Schule zu verbessern. Mit Beiträgen aus jeder Klasse wird der Film kreative Arbeiten in den Mittelpunkt stellen, während das Land seine Präventionsstrategien weiterverfolgt. Der Erfolg hängt sowohl von der Resonanz auf das Projekt als auch von den laufenden Reformen der Aufsicht ab.

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