04 May 2026, 08:13

Koblenz will Festungen zu Kultur-Hotspots umbauen – doch das Geld fehlt

Schwarz-weißes 1880er-Jahre-Plan einer Festung mit Gebäuden, Häusern, Menschen, Wagen und anderen Gegenständen.

Koblenz will Festungen zu Kultur-Hotspots umbauen – doch das Geld fehlt

Stadtrat von Koblenz präsentiert ehrgeizige Pläne: Drei historische Festungen sollen zu kulturellen und Freizeit-Hotspots werden

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Der Koblenzer Stadtrat hat ambitionierte Vorhaben vorgestellt, um drei historische Festungen in bedeutende Kultur- und Freizeitzentren umzuwandeln. Die Projekte zielen darauf ab, Besucher und Investoren anzulocken – die Bundesregierung hat hierfür bis zu 5 Millionen Euro zugesagt. Doch der Stadt selbst fehlen die Mittel, um die Vorhaben voranzutreiben.

Geplant sind unter anderem ein „Refugium“ in der Feste Asterstein, ein „Genussberg“ im Fort Konstantin und ein „Bürgerzentrum“ in der Feste Kaiser Franz. Die hinter dem Konzept stehenden Berater versprechen langfristige Vorteile für die Wirtschaft und das Ansehen der Stadt.

Im Mittelpunkt steht die Feste Asterstein, die zu einem Ort der Einkehr und des Lernens umgebaut werden soll. Eine „Akademie für Rückzug, Reflexion und kollaboratives Lernen“ wird dort Einzelappartements und Ateliers anbieten. Allein dieses Projekt erfordert 20 Millionen Euro an Privatkapital, da die Stadt keine eigenen Mittel für die direkte Finanzierung bereitstellen kann.

Das Fort Konstantin soll als „Genussberg“ neu gestaltet werden und regionale Kultur, Kulinarik und Innovation verbinden. Die Feste Kaiser Franz hingegen ist als „Bürgerzentrum“ mit einem Amphitheater und einer Jugendherberge vorgesehen. Beide Standorte sind auf Betreiber angewiesen, die bereit sind, im Rahmen langfristiger Pachtverträge zu investieren.

Die Strategie der Berater folgt dem Modell der „Besucherwirtschaft“ und setzt auf Erlebnisse, die Touristen anziehen und Einnahmen generieren. Ihr Bericht betont „nachhaltige städtische Renditen“ und eine stärkere Identität für Koblenz. Ohne städtische Finanzmittel hängt der Erfolg jedoch von externen Förderern und der Unterstützung des Bundes ab.

Die zugesagten 5 Millionen Euro der Bundesregierung bieten einen ersten Ansatzpunkt, doch die Zukunft der Projekte steht und fällt mit privaten Investitionen. Falls vollständig umgesetzt, könnten die Festungen zu zentralen Anziehungspunkten werden und das kulturelle sowie wirtschaftliche Standing Koblenz’ deutlich stärken. Die Stadt bleibt offen für Partnerschaften, um die Pläne Realität werden zu lassen.

Quelle