25 May 2026, 04:12

Koblenz kämpft mit Plakaten und Bußgeldern für sichere Radwege

Kampagne für mehr Fahrradsicherheit

Koblenz kämpft mit Plakaten und Bußgeldern für sichere Radwege

Koblenz startet Verkehrssicherheitskampagne für mehr Schutz von Radfahrenden

Koblenz führt eine Verkehrssicherheitskampagne durch, um die Bedingungen für Radfahrerinnen und Radfahrer zu verbessern. Die Initiative soll Autofahrende daran erinnern, die gesetzlich vorgeschriebenen Überholabstände zu Radfahrenden einzuhalten. Anlass ist die Sorge, dass viele Kraftfahrer diese Regeln missachten und damit Radfahrende gefährden.

Die Kampagne startet am 6. Februar 2024, wobei großformatige Plakate an zehn zentralen Standorten in der Stadt platziert werden. Die Organisatoren planen, die Aktion im Frühling zu wiederholen, um die Botschaft zu verstärken.

Laut der deutschen Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) müssen Autofahrende beim Überholen von Radfahrenden in innerstädtischen Bereichen mindestens 1,5 Meter Abstand halten. Außerorts oder bei Kindern auf dem Rad erhöht sich dieser Mindestabstand auf zwei Meter. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 80 Euro sowie ein Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg.

Eine aktuelle Studie des Münchner Zweigs des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) ergab, dass 63 Prozent der Autofahrenden Radfahrende mit weniger als dem vorgeschriebenen Abstand überholen. Ein solches Verhalten kann bei Radfahrenden Unsicherheit auslösen, zu Kollisionen mit plötzlich geöffneten Autotüren führen oder Menschen sogar ganz vom Radfahren abhalten.

Zur Unterstützung der Kampagne haben der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) und die Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen Thüringen (AGFK Thüringen) Flyer erstellt, die die wichtigsten Regeln für Autofahrende und Radfahrende zusammenfassen. Diese sind unter koblenz.de/radverkehr zum Download verfügbar.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Initiative für mehr Radverkehrssicherheit ist Teil der umfassenderen Bemühungen Koblenzs, die Radinfrastruktur auszubauen. Die Stadt hofft, dass eine bessere Aufklärung und strengere Kontrollen mehr Einwohnerinnen und Einwohner dazu motivieren, auf das Fahrrad umzusteigen.

Mit Plakaten, Flyern und möglichen Strafen soll die Kampagne Autofahrende an ihre Pflichten erinnern. Bei Erfolg könnte sie riskante Überholmanöver reduzieren und die Sicherheit für Radfahrende in Koblenz erhöhen. Zudem plant die Stadt, ihr Radwegenetz weiter auszubauen, um das Radfahren noch attraktiver zu machen.

Quelle