05 June 2026, 18:39

Kirsten Bruhn wird Ehrenbürgerin Schleswig-Holsteins – eine Lebensgeschichte der Inspiration

Paralympicsiegerin Kirsten Bruhn wird Ehrenbürgerin

Kirsten Bruhn wird Ehrenbürgerin Schleswig-Holsteins – eine Lebensgeschichte der Inspiration

Kirsten Bruhn, Paralympics-Siegerin und leidenschaftliche Kämpferin für die Rechte von Menschen mit Behinderung, ist zur Ehrenbürgerin Schleswig-Holsteins ernannt worden. Sie ist erst die zweite Frau in der Geschichte des Bundeslandes, die diese Auszeichnung erhält. Ihr Weg von einer ehrgeizigen Nachwuchsschwimmerin zu einer der prägendsten Stimmen für Inklusion hat viele Menschen inspiriert.

Mit nur drei Jahren stieg Bruhn erstmals ins Becken – ermutigt von ihrem Vater. Als jüngstes von fünf Geschwistern wollte sie sich oft beweisen. Schon in ihrer Jugend trainierte sie täglich sechs Stunden – nicht, weil ihre Eltern sie dazu drängten, sondern weil sie den Sport liebte.

Ein Motorradunfall im Jahr 1991 veränderte ihr Leben für immer. Statt aufzugeben, wurde sie zu einer der engagiertesten Fürsprecherinnen für Behindertensport in Deutschland. Im Laufe ihrer Karriere gewann sie bei den Paralympischen Spielen zwei Gold-, drei Silber- und vier Bronzemedaillen.

Neben dem Schwimmen arbeitete Bruhn bei einer Krankenkasse, wo sie sich gegen Diskriminierung von Menschen mit Behinderung einsetzte. Ihr kompromissloser Einsatz brachte ihr Respekt ein – der Leiter des Spitzensports im Landessportverband bezeichnete sie einmal als „nicht gerade kompromissbereit“. Ihre Familie, besonders ihr Vater, stand ihr dabei stets zur Seite.

Ein aktueller Film aus Schleswig-Holstein würdigt ihr Leben und zeigt unter anderem einen bewegenden Moment, in dem sie über Behinderung und ihren Kampf für gesellschaftlichen Wandel reflektiert.

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Die Ernennung zur Ehrenbürgerin krönt Jahrzehnte sportlicher Erfolge und politischen Engagements. Das Land würdigt damit offiziell ihren Einfluss auf den Sport und die Rechte von Menschen mit Behinderung. Bruhns Geschichte bleibt eine Herausforderung für Vorurteile – und eine Inspiration für mehr Inklusion.

Quelle