Kinder- und Jugendverband VKJH kämpft um sein Überleben bis Ende Juni
Hans-Jürgen ZirmeKinder- und Jugendverband VKJH kämpft um sein Überleben bis Ende Juni
Der Verband für Kinder- und Jugendarbeit (VKJH) steht vor der Schließung
Aufgrund finanzieller Instabilität droht dem Verband für Kinder- und Jugendarbeit (VKJH) das Aus. Die Organisation verfügt nicht über die notwendigen Mittel, um ihre Verwaltungskosten zu decken – ihre Zukunft ist damit akut gefährdet.
Damit der VKJH seine Arbeit fortsetzen kann, benötigt er jährlich zusätzliche 120.000 Euro, um eine Geschäftsführung sowie eine administrative Stelle zu finanzieren. Ohne diese Mittel kann der Verband nicht weiterbestehen. Die zuständige Bildungsbehörde der Stadt hat die prekäre Lage zwar anerkannt, hält jedoch an ihren Plänen fest, die Stelle der Ombudsstelle neu auszuschreiben.
Das Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe (BNO) äußert indes Bedenken gegen das erneute Vergabeverfahren. Es befürchtet, dass dieser Schritt die bestehende OHA!-Anlaufstelle für Kinder- und Jugendrechte destabilisieren könnte, die seit 2021 jährlich rund 300 Beratungen durchführt.
Die Stadt beabsichtigt, die Jugendombudsstelle mit einer neuen Ombudsstelle für Kitas zusammenzulegen und die Trägerschaft neu zu vergeben. Zwar könnte sich der VKJH erneut um den Zuschlag bewerben, doch würde dies Ressourcen binden – ohne Garantie auf Erfolg. Falls bis Ende Juni keine Lösung gefunden wird, erwägt der Verband, seine 17 Einrichtungen und 27 Projekte auf die Stadtbezirke zu übertragen.
Die Zukunft des VKJH hängt nun davon ab, ob es gelingt, eine stabile Finanzierung oder eine Einigung mit der Bildungsbehörde zu erreichen. Andernfalls droht die Auflösung der Organisation, und ihre Angebote könnten verloren gehen oder von anderen übernommen werden. Eine Entscheidung muss bis Ende Juni fallen.
