16 March 2026, 02:12

K+S verzeichnet Rekordumsatz 2025 – doch Wartungsarbeiten und Kalimarkt bremsen die Prognose

Ein Aktienzertifikat der Pennsylvania Salt Manufacturing Company mit einem grünen Rand und gedrucktem Text.

K+S verzeichnet Rekordumsatz 2025 – doch Wartungsarbeiten und Kalimarkt bremsen die Prognose

Der deutsche Mineralienkonzern K+S hat für das Jahr 2025 starke Finanzzahlen vorgelegt: Der Umsatz stieg auf 3,65 Milliarden Euro, das EBITDA lag bei 612,8 Millionen Euro. Treiber des Wachstums waren die hohe Nachfrage nach Streusalz und Spezialprodukten. Allerdings stehen dem Unternehmen Herausforderungen bevor, darunter geplante Wartungsarbeiten im kanadischen Werk sowie anhaltende Schwankungen auf dem globalen Kalimarkt.

K+S hat bereits für Anfang 2026 ein Lieferabkommen mit China abgeschlossen, das eine moderate Preiserhöhung vorsieht. Dies folgt auf Jahre der Marktturbulenzen: Nach einem Höchststand von rund 1.000 US-Dollar pro Tonne im Jahr 2022 pendelten sich die Kalipreise bis 2026 zwischen 300 und 400 US-Dollar ein. In Brasilien, einem der größten Importeure, lagen die Preise in den vergangenen Jahren zwischen 400 und 600 US-Dollar – Prognosen deuten nun auf eine Stabilisierung bei 350 bis 450 US-Dollar hin.

Die globale Nachfrage nach Kali bleibt robust, und die Produktion lief 2025 auf Hochtouren. Geopolitische Spannungen – etwa der Iran-Konflikt und die Sanktionen gegen Belarus – werfen jedoch Fragen zur Stabilität der Lieferketten auf. K+S hat 70 Prozent seines Gasbedarfs für die europäischen und kanadischen Standorte im Jahr 2026 zu Festpreisen abgesichert, um die Kosten trotz Unsicherheiten zu kontrollieren.

Für 2026 rechnet das Unternehmen mit einem Absatz von mindestens 2,3 Millionen Tonnen Streusalz. Die Unternehmensführung prognostiziert ein EBITDA zwischen 600 und 700 Millionen Euro, wobei die Entwicklung von den Kalipreisen in Brasilien, den Entwicklungen im Nahen Osten sowie der betrieblichen Effizienz während der Wartungsphase im Werk Bethune abhängen wird.

K+S startet mit einer Mischung aus gesicherten Verträgen und verbleibenden Marktrisiken ins Jahr 2026. Während das frühzeitige China-Geschäft und die Gasabsicherung für Stabilität sorgen, werden die künftigen Erträge maßgeblich von den Kalipreistrends und geopolitischen Faktoren geprägt sein. Die anstehenden Wartungsarbeiten in Bethune werden die Produktionskapazität in den kommenden Monaten vorübergehend einschränken.

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