JUWI baut 280 Stellen ab – und verliert zwei Geschäftsführer bis 2026
Francesco SchenkJUWI baut 280 Stellen ab – und verliert zwei Geschäftsführer bis 2026
Der Erneuerbare-Energien-Projektentwickler JUWI hat Pläne bekannt gegeben, in Deutschland 280 Stellen abzubauen. Die Entscheidung fällt in eine Phase zunehmenden Wettbewerbs und steigender Kosten in der Branche. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 1.100 Mitarbeiter in Deutschland – bei einer weltweiten Belegschaft von 1.350 Personen.
Die Stellenstreichungen treten im Oktober in Kraft. Als Gründe nannte JUWI verschärften Wettbewerb, sinkende Gebotspreise, steigende Kosten sowie begrenzte Netzanbindungskapazitäten. Das Unternehmen setze zunächst auf freiwillige Maßnahmen, unfreiwillige Entlassungen seien nur das letzte Mittel.
Zudem verlassen die beiden Geschäftsführer Christian Arnold und Stephan Hansen das Unternehmen im Oktober 2026. Nach ihrem Ausscheiden wird der Vorstand aus dem Vorstandsvorsitzenden Jost Backhaus und dem neuen Finanzvorstand Thomas Hüsgens bestehen. Backhaus betonte, die Umstrukturierung diene der Steigerung der Effizienz und der langfristigen Sicherung der Rentabilität.
Trotz der Einschnitte treibt JUWI weiterhin Projekte im Bereich Erneuerbare Energien mit einer kombinierten Leistung von etwa 1.000 Megawatt voran. Der Fokus liege auf der Erweiterung der Geschäftsmodelle, insbesondere integrierter Lösungen und Partnerschaften mit der Muttergesellschaft MVV Energie AG.
Durch die Restrukturierung verringert sich die deutsche Belegschaft von JUWI um etwa 25 Prozent. Das Unternehmen erwartet, dass die Maßnahmen die finanzielle Position stärken. Die Entwicklung neuer Projekte im Bereich Erneuerbare Energien werde wie geplant fortgesetzt.






