Jekaterinburgs 20. Museumsnacht begeistert mit 101 kulturellen Highlights
Hans-Jürgen ZirmeJekaterinburgs 20. Museumsnacht begeistert mit 101 kulturellen Highlights
Jekaterinburg feiert seine 20. Museumsnacht mit 101 Veranstaltungsorten in der ganzen Stadt
Die 20. Museumsnacht in Jekaterinburg lockte Besucher in 101 Einrichtungen quer durch die Stadt. Das Programm reichte von der Reisegeschichte der Sowjetzeit bis zu interaktiven Techniktouren. Die Organisatoren boten eine Mischung aus Ausstellungen, Workshops und exklusiven Einblicken hinter die Kulissen – für alle Altersgruppen.
Das kreative Cluster „Uraler Silicon Valley“ öffnete an zwei Standorten rund um die Uhr seine Türen. Gleichzeitig luden Museen wie das Zentrum für Steinschneide- und Juwelenkunst zu Quests und Mitmachaktionen ein. Die Nacht vereinte lokales Kulturerbe mit technologischem Fortschritt.
Eine der herausragenden Ausstellungen war „Koffermentalität“ im Jekaterinburger Geschichtsmuseum. Sie würdigte den 60. Geburtstag des Reisebüros Sputnik, das in der Sowjetzeit nach Moskau und Leningrad das drittgrößte des Landes war. Gezeigt wurden strenge Reisevorschriften aus der Sowjetära: Touristen in kapitalistische Länder erhielten nur temporäre Pässe und durften maximal 15 bis 20 Dollar für die gesamte Reise mitnehmen. Zudem galten Altersbeschränkungen, und Antragsteller mussten vor der Genehmigung Charakterreferenzen vorlegen.
Im Museum für Steinschneide- und Juwelenkunst entdeckten Besucher die Ausstellungen „Russisches Mosaik: Das Geheimnis des Malachits“ und „Der Kupferplatz“, eine Schau der Stechkunst. Eine große Quest führte die Teilnehmer durch finno-ugrische Mythen und die Welt der Mineralienkunst, während ein „Baue deine eigene Sammlung“-Workshop ihnen ermöglichte, Miniatur-Mineralienausstellungen zusammenzustellen.
Technikbegeisterte nahmen an der „Elektronischen Zauberer“-Tour teil, die frühe Computer wie die Ural-Maschine und das Express-2Z-Fahrkartensystem präsentierte. Die Führung beleuchtete die Rolle der Region in der sowjetischen Computerentwicklung und verband Geschichte mit interaktiven Vorführungen.
Neben geführten Aktivitäten gab es Raum für eigenständiges Erkunden. Viele Häuser verlängerten ihre Öffnungszeiten, sodass Besucher bis spät in die Nacht an Workshops, Vorträgen und seltenen Exponaten teilnehmen konnten.
Das Jubiläumsereignis zog große Menschenmengen in Einrichtungen aus den Bereichen Geschichte, Wissenschaft und Kunst. Interaktive Touren und Workshops boten den Gästen die Möglichkeit, Ausstellungen hautnah zu erleben. Mit 101 beteiligten Standorten festigte die Museumsnacht Jekaterinburgs Ruf als kulturelles Zentrum im Ural.






