17 June 2026, 17:57

Ineratec präsentiert mobile SAF-Anlage für klimaneutrale Luftfahrt auf der ILA Berlin

Ineratec präsentiert containerisierte Anlage für dezentrale e-SAF-Produktion

Ineratec präsentiert mobile SAF-Anlage für klimaneutrale Luftfahrt auf der ILA Berlin

Ineratec GmbH stellt mobile Anlage für nachhaltigen Flugkraftstoff auf der ILA Berlin 2026 vor

Das Unternehmen Ineratec GmbH hat auf der ILA Berlin 2026 eine mobile Produktionsanlage für nachhaltigen Flugkraftstoff (SAF) präsentiert. Das System mit dem Namen «Lifeline» stellt e-SAF direkt vor Ort her und ist Teil einer größeren Initiative, um die Produktion synthetischer Kraftstoffe in Europa auszubauen.

Die «Lifeline»-Anlage baut auf der «ERA ONE»-Pilotanlage in Frankfurt auf, der ersten kommerziellen Power-to-Liquid(PtL)-Anlage Europas in diesem Maßstab. Sie nutzt die Fischer-Tropsch-Synthese, um erneuerbaren Strom, Wasserstoff und CO₂ in «Drop-in»-Kraftstoffe umzuwandeln. Diese erfüllen die Standards von ASTM International und wurden vom Wehrtechnischen Institut für Werk-, Explosiv- und Betriebsstoffe (WIWeB) der Bundeswehr auf Kompatibilität mit bestehenden Flugzeugen geprüft.

Konzipiert als containerbasierte, modulare Einheit verfügt «Lifeline» über Redundanzen, die einen durchgehenden Betrieb gewährleisten. Das System ist Teil der Giga-PtX-Initiative, die ein dezentrales Netzwerk von PtL-Anlagen in Europa aufbauen will. Jedes Modul kann jährlich zwischen 4.000 und 7.000 Tonnen synthetischen Kraftstoff produzieren, während das gesamte Netzwerk langfristig über 20 Millionen Tonnen pro Jahr erreichen soll.

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Zusammen mit der Deutsche Aircraft GmbH hat Ineratec zudem ein «Fuel-to-Flight»-Ökosystem ins Leben gerufen. Dieses verknüpft die modulare e-SAF-Produktion mit der Regionalflugzeugplattform D328 von Deutsche Aircraft und verringert so die Abhängigkeit von zentralen Kraftstofflieferketten.

Die mobile «Lifeline»-Anlage ermöglicht die lokale Herstellung synthetischer Kraftstoffe, die mit der bestehenden Flugzeugflotte und Infrastruktur kompatibel sind und sofort eingesetzt werden können. Die Initiative markiert einen wichtigen Schritt hin zu einer skalierbaren, dezentralen Kraftstoffproduktion für die Luftfahrt.

Quelle