03 April 2026, 00:17

Hufeisensiedlung wird 100: Ein Fest für Berlins architektonisches Erbe

Schwarzes und weißes Foto eines großen Raums mit Tischen, Stühlen, Säulen, Bögen und Deckenleuchter, beschriftet mit "Festival der Gesellschaft der Freunde, Berlin" unten.

Hufeisensiedlung wird 100: Ein Fest für Berlins architektonisches Erbe

Berlins ikonische Hufeisensiedlung feiert 2025 ihr 100-jähriges Jubiläum mit einem bunten Fest

Die Veranstaltung ist Teil der umfangreichen Feierlichkeiten zum 650-jährigen Bestehen des Bezirks Britz. Die Organisatoren möchten damit den anhaltenden Einfluss der Neuen Bauens-Bewegung würdigen, die von den Architekten Bruno Taut und Martin Wagner geprägt wurde.

Das Fest, das am 26. Juli stattfindet, verbindet Musik, Architektur und Gemeinschaftsaktivitäten in einem ganztägigen Programm.

Die zwischen 1925 und 1930 erbaute Hufeisensiedlung galt als Vorbild für sozialen Wohnungsbau mit Gemeinschaftsgärten und offenen Loggien. Ihre ursprüngliche Vision – geprägt von Licht, Luft und Sonne – brachte ihr einen Platz innerhalb des UNESCO-Welterbes Siedlungen der Berliner Moderne ein. Im Laufe der Jahrzehnte veränderten Umbauten wie die Einführung von Zentralheizungen in den 1950er-Jahren oder der Bau von Parkplätzen in den 1980er-Jahren Teile des Ensembles. Heute steht die Siedlung vor neuen Herausforderungen, darunter Privatisierungen und gemischte Nutzungen, wie etwa die restaurierte Ferienwohnung Tautes Heim.

Das Fest beginnt mit geführten "Spazierkonzerten", bei denen Architekturexperten gemeinsam mit dem Berliner Stegreif-Orchester die Siedlung erkunden. Besucher erleben die Anlage durch Live-Musik und fachkundige Erläuterungen. Später finden Konzerte, Lesungen und Ausstellungen auf dem Gelände statt. Ein kreativer Workshop, geleitet von Schülern der Fritz-Karsen-Schule, lädt zum Mitmachen ein. Den Abschluss bildet ein gemeinsames Picknick auf der Hufeisenwiese, das Anwohner und Gäste zusammenbringt.

Unterstützt wird die Veranstaltung von Vonovia, dem Landesdenkmalamt Berlin sowie dem Förderverein Hufeisensiedlung e. V.. Christoph Rauhut, Leiter des Denkmalamts, betont, dass modernistische Siedlungen wie diese auch ein Jahrhundert nach ihrer Entstehung noch frisch und dynamisch wirken.

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Das Fest zeigt nicht nur die historische Bedeutung der Anlage, sondern setzt sich auch mit ihrer heutigen Rolle auseinander. Die Aktivitäten spiegeln sowohl ihr architektonisches Erbe als auch ihre fortwährende Entwicklung als lebendiger Stadtraum wider. Die Veranstaltung unterstreicht, wie die ursprünglichen Ideale des Neuen Bauens das städtische Leben in Berlin bis heute prägen.

Quelle