Hofbrauhaus Wolters beantragt Eigenverwaltung – Bierkrise zwingt zur Neuausrichtung
Francesco SchenkHofbrauhaus Wolters beantragt Eigenverwaltung – Bierkrise zwingt zur Neuausrichtung
Die Hofbrauhaus Wolters GmbH hat beim Amtsgericht Braunschweig Eigenverwaltung in einem Insolvenzverfahren beantragt. Der Schritt folgt auf Jahre rückläufiger Bierverkäufe und steigender Kosten. Die Belegschaft wurde in einer Betriebsversammlung über die Entscheidung informiert; Löhne und Gehälter sind gesichert.
Der Bierabsatz in Deutschland sank 2025 um weitere sechs Prozent, was den Druck auf Wolters erhöhte. Die Brauerei, eine hundertprozentige Tochter der Volksbank BRAWO eG, kämpft seit der COVID-19-Pandemie mit schwacher Nachfrage sowie stark gestiegenen Produktions- und Energiekosten.
Das Unternehmen kündigte Pläne zur Umstrukturierung und Neuausrichtung seines Geschäftsmodells an. Die Geschäftsführung, beraten von der Kanzlei Eckert Rechtsanwälte und der Eckert Assurance GmbH, will sich künftig auf den Regionalmarkt konzentrieren. Ziel ist der Wandel vom traditionellen Braubetrieb zu einem innovativen Getränkehersteller.
Der an dem Verfahren beteiligte Anwalt Kimon Kantis erklärte, die Eigenverwaltung ermögliche es Wolters, branchenweite Strukturprobleme anzugehen. Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen werde der Betrieb während der Restrukturierung fortgeführt.
Der Insolvenzantrag markiert einen Wendepunkt für die Hofbrauhaus Wolters GmbH. Das Unternehmen wird nun daran arbeiten, sein Geschäft an den veränderten Markt anzupassen. Die Produktion läuft weiter, während die Neuaufstellung Gestalt annimmt.






