Hagenbad verschärft Sicherheitsregeln nach tödlichen Unfällen in Schwimmbädern
Hans-Jürgen ZirmeHagenbad verschärft Sicherheitsregeln nach tödlichen Unfällen in Schwimmbädern
Hagenbad GmbH führt strengere Sicherheitsregeln für Kinder in seinen Schwimmbädern ein. Die Änderungen erfolgen nach zwei Ertrinkungsunfällen in den vergangenen zwei Jahren im Westfalenbad. Ab dem 1. April gelten neue Aufsichtspflichten und Kontrollen der Schwimmabzeichen.
Laut den aktualisierten Vorschriften müssen Kinder unter 10 Jahren nun von einer Aufsichtsperson begleitet werden, die mindestens 16 Jahre alt ist. Jede erwachsene Person darf höchstens zwei Kinder gleichzeitig beaufsichtigen. Jugendliche zwischen 10 und 13 Jahren dürfen ohne Begleitung nur dann ins Bad, wenn sie das Bronze-Schwimmabzeichen vorweisen können.
Die Maßnahmen sind eine Reaktion auf zwei tragische Vorfälle im Nichtschwimmerbereich des Westfalenbads, bei denen ein fünfjähriges Mädchen und ein siebenjähriger Junge in getrennten Zwischenfällen in den letzten zwei Jahren ertranken. Um die neuen Regeln durchzusetzen, wird das Personal stichprobenartige Kontrollen an den Badeeingängen durchführen.
Über die verschärfte Aufsicht hinaus startet die Hagenbad GmbH eine umfassende Sicherheitsoffensive. Dazu gehören Aktionstage, bei denen Familien über Risiken im Schwimmbad und richtiges Verhalten in Notfällen aufgeklärt werden. Zudem wird das Schwimmangebot ausgebaut: Es gibt 12 Wassergewöhnungskurse für Kleinkinder sowie 35 Kurse für Anfänger bis hin zum Silber-Schwimmabzeichen.
Ziel der Änderungen ist es, das Ertrinkungsrisiko durch engere Betreuung und bessere Schwimmfähigkeiten zu verringern. Eltern und Kinder erhalten vor der Badesaison klarere Hinweise zur Sicherheit im und am Wasser. Die neuen Regeln gelten ab April im Westfalenbad sowie in den Freibädern Hagens.






