Grüne fordern radikale Wende für besseren Schienenverkehr in NRW und ganz Deutschland
Francesco SchenkGrüne fordern radikale Wende für besseren Schienenverkehr in NRW und ganz Deutschland
Die Grünen haben Pläne zur Verbesserung des Schienenverkehrs in ganz Deutschland vorgelegt, mit dem Ziel, die Zuverlässigkeit, Sicherheit und Attraktivität des Systems zu steigern. Zwar räumen Parteimitglieder ein, dass die Modernisierung des Netzes voranschreitet, doch betonen sie zugleich die erheblichen Beeinträchtigungen, unter denen Fahrgäste derzeit leiden.
Leon Kröck, Fraktionsvorsitzender der Solinger Grünen, wies darauf hin, dass die Fahrgäste die aktuellen Einschränkungen mit Geduld ertragen. Die Partei pocht darauf, dass bei der Planung der Landesverkehrsbehörden und des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) stärkere Rücksicht auf lokale Bedürfnisse genommen wird.
Ein zentrales Anliegen ist der Bau zusätzlicher Überholgleise in der Nähe von Düsseldorf-Eller Mitte, noch bevor die Arbeiten am RRX-Projekt beginnen. Priorität haben für die Grünen zudem die Elektrifizierung der S7-Linie und deren Verlängerung bis Düsseldorf. Ein weiterer Vorschlag sieht vor, die RE2-Linie umzuleiten, um eine direkte Verbindung zwischen Solingen, Wuppertal und dem östlichen Ruhrgebiet herzustellen.
Die Partei begrüßt zwar die jüngste Wiederinbetriebnahme der RE7- und RB48-Strecken nach vorübergehenden Sperrungen, warnt jedoch vor weiteren umfangreichen Bauarbeiten in naher Zukunft. Sie fordert eine schnellere Modernisierung der Signaltechnik sowie eine bessere Koordinierung der Schienenprojekte, um künftige Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten.
Die Grünen argumentieren, dass ein gut funktionierendes Schienennetz entscheidend ist, um die Abhängigkeit vom Individualverkehr zu verringern. Ihre Vorschläge zielen auf praktische Aufrüstungen und eine verbesserte Planung ab, um ein effizienteres und fahrgastfreundlicheres System zu schaffen.
