30 April 2026, 16:33

Grüne Expertin attackiert Merz wegen Trumps Truppen-Drohung gegen Deutschland

Deutsches Propagandaplakat "Weg mit diesen Verboten" zeigt einen Soldaten in Uniform mit einem Schild mit der Aufschrift, vor einem strengen Hintergrund.

Grüne Expertin attackiert Merz wegen Trumps Truppen-Drohung gegen Deutschland

Die Verteidigungsexpertin der Grünen, Sara Nanni, hat Bundeskanzler Friedrich Merz für seinen Umgang mit der jüngsten Drohung des US-Präsidenten Donald Trump scharf kritisiert. Trump hatte angekündigt, US-Truppen aus Deutschland abzuziehen, falls das Land seine Verteidigungsausgaben nicht erhöhe. Nanni wirft Merz vor, durch das Versäumnis, klare Absprachen mit Washington zu treffen, die aktuelle Konfrontation erst ermöglicht zu haben.

Nanni argumentiert, die Bundesregierung hätte bereits lange vor Trumps Ultimatum verbindliche Rahmenbedingungen mit den USA aushandeln müssen. Sie betonte, die Stärke der NATO beruhe auf gegenseitigen Verpflichtungen – die USA seien auf das Bündnis genauso angewiesen wie Europa.

Seit Trumps Amtsantritt im Januar 2025 fordert Nanni wiederholt eine Strategie, um seinen unberechenbaren Kurs zu kontern. Sie wirft dem Kanzler vor, es an einem schlüssigen Plan fehlen zu lassen, wodurch Deutschland anfällig für plötzliche Forderungen werde. Statt sich passiv zu verhalten, solle Merz mit gezielten Gegenmaßnahmen reagieren, anstatt sich lediglich über die Herausforderungen zu beschweren.

Ihre jüngsten Äußerungen folgen auf Trumps Warnung, US-Streitkräfte könnten Deutschland verlassen, falls die Verteidigungsbeiträge nicht stiegen. Nanni besteht darauf, dass Merz nun seine Autorität nutzen müsse, um nationale Interessen zu schützen – statt auf weiteren Druck aus Washington zu warten.

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Der Streit unterstreicht die Spannungen zwischen Berlin und Washington in der Frage der Verteidigungsfinanzierung. Nannis Forderungen setzen Merz unter Zugzwang, auf Trumps Drohungen entschlossen zu reagieren. Ohne klare Linie, warnt sie, riskiere Deutschland weitere Verwerfungen in den transatlantischen Beziehungen.

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