Fridays for Future fordert 100 Prozent Ökostrom bis 2035 – und warnt vor Rückschritten
Francesco SchenkFridays for Future fordert 100 Prozent Ökostrom bis 2035 – und warnt vor Rückschritten
Klimaschutzaktivist:innen von Fridays for Future sind diese Woche in Braunschweig auf die Straße gegangen. Die Demonstration war eine von vielen in ganz Deutschland – parallel gab es Proteste in Berlin, Hamburg, Köln und München. Ihre zentrale Forderung: Bis 2035 soll die Energieversorgung vollständig auf erneuerbare Quellen umgestellt werden, um die Energieunabhängigkeit zu sichern und Arbeitsplätze zu schaffen.
Deutschland deckt bereits 62 Prozent seines Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen. Doch Aktivist:innen warnen, dass jüngste politische Entscheidungen diesen Fortschritt gefährden könnten. Alexander Dammmeier, Sprecher von Fridays for Future Braunschweig, betonte, wie wichtig es sei, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzuverfolgen. "Wenn wir jetzt nachlassen, könnten Jahre des Engagements umsonst gewesen sein", mahnte er.
Kritik richtete sich auch gegen Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Der Aktivist Niko Schoss warf ihr vor, Milliarden in neue Gaskraftwerke zu stecken. Diese Investitionen, so Schoss, würden die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verlängern, statt den Umstieg auf saubere Alternativen zu beschleunigen.
Die Braunschweiger Kundgebung spiegelte die Forderungen aus anderen Großstädten wider. Bundesweit fordern Aktivist:innen schnellere Maßnahmen, um die Klimaziele zu erreichen und gleichzeitig zukunftssichere, grüne Arbeitsplätze zu schaffen. Die Proteste zeigen eine wachsende Unzufriedenheit mit der aktuellen Energiepolitik. Die Bewegung besteht darauf, dass das Ziel von 100 Prozent erneuerbaren Energien bis 2035 realistisch und notwendig ist. Ohne verbindlichere Zusagen, warnen sie, drohe Deutschland sowohl in der Klimapolitik als auch wirtschaftlich den Anschluss zu verlieren.






