Familienunternehmen enttäuscht: Schwarz-Rot versagt beim Bürokratieabbau und Wirtschaftswachstum
Francesco SchenkFamilienunternehmen enttäuscht: Schwarz-Rot versagt beim Bürokratieabbau und Wirtschaftswachstum
Stiftung Familienunternehmen kritisiert Bundesregierung scharf zum ersten Jahrestag der schwarz-roten Koalition
Die Stiftung Familienunternehmen und Politik hat die Bundesregierung zum ersten Jahrestag der schwarz-roten Koalition scharf angegriffen. Die Organisation, die über 600 mittelständische und große Familienunternehmen vertritt, wirft der Regierung vor, die hohen Erwartungen bisher nicht erfüllt zu haben. Vorstandsmitglied Rainer Kirchdörfer warnte, dass ein Scheitern für die aktuelle Regierung keine Option mehr sei.
Kirchdörfer betonte die tiefe Frustration unter den Familienunternehmen, die auf weniger Bürokratie und geringere Staatsausgaben gehofft hätten. Doch in diesen Bereichen sehe er keinerlei Fortschritte. Die Untätigkeit der Politik treibe viele Betriebe dazu, im Ausland nach Gewinnen zu suchen, da die Chancen in Deutschland begrenzt blieben.
Der Vorstand bezeichnete die deutsche Wirtschaft zudem als langsam, aber stetig schwächer werdend. Diese Entwicklung gefährde das langjährige Exportmodell des Landes, so Kirchdörfer. Die europäische Führung habe es versäumt, selbstgemachte bürokratische Probleme zu lösen – und verschärfe die Lage damit weiter.
Neben den innerdeutschen Herausforderungen verwies Kirchdörfer auch auf externe Risiken. Er warf den USA vor, durch unberechenbare Handelspolitik die Planungsfähigkeit von Unternehmen zu untergraben. Um künftiges Wachstum zu sichern, forderte er dringend stabile und vernünftige wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen.
Familienunternehmen wollten zwar weiterhin in Deutschland investieren, doch die aktuellen Bedingungen trieben sie ins Ausland. Kirchdörfer rief zu sofortigen Kurskorrekturen auf, um weiteren wirtschaftlichen Schaden abzuwenden. Ohne bessere Rahmenbedingungen werde die exportabhängige Wirtschaft des Landes weiterhin kämpfen, warnte er.






