02 May 2026, 04:12

Falsche Wahlfälschungs-Vorwürfe in Rheinland-Pfalz gehen viral – trotz Dementis

Titelseite einer deutschen Zeitung von 1914 mit der Überschrift "Deutsches Reichstag, Vol 1, No 1" und einem Schwarz-Weiß-Porträt eines Mannes in Anzug und Krawatte.

Falsche Wahlfälschungs-Vorwürfe in Rheinland-Pfalz gehen viral – trotz Dementis

Ein virales Video, das fälschlicherweise behauptet, die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz sei ungültig gewesen, verbreitet sich rasant im Netz. Hochgeladen auf dem YouTube-Kanal Servus Deutschland und auf TikTok geteilt, erreichte es über 100.000 Aufrufe, bevor Faktenchecker eingriffen. Die Landeswahlleitung bestätigte, dass keine Wiederholungswahl geplant ist und es keinerlei Belege für Wahlmanipulation gibt.

Die Wahl fand am 22. März 2026 statt, wobei die CDU mit 31 Prozent der Stimmen als Sieger hervorging. Die SPD folgte mit 25,9 Prozent, während die rechtspopulistische AfD 19,5 Prozent erreichte. Trotz des klaren Ergebnisses unterstellte das Video Wahlfälschung und forderte eine Neuwahl – ohne jegliche Beweise vorzulegen.

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Im Clip wurde zudem die Geste einer Linken-Politikerin bei einer Wahlparty – ein Antifa-Handzeichen – verzerrt dargestellt, um den Eindruck von Fehlverhalten zu erwecken. Titel und Vorschaubilder zeigten internationale Politiker, eine Taktik, die an Michael Goldmann erinnert, einen gesperrten YouTube-Kanal, der für Desinformation bekannt ist. Die Stimme des Sprechers, möglicherweise KI-generiert, ähnelt stark dem Stil eines anderen umstrittenen Kanals.

YouTube prüft derzeit, ob Servus Deutschland gegen die Richtlinien zur künstlichen Intelligenz verstoßen hat. Die Plattform hat noch keine Maßnahmen ergriffen, doch die Behauptungen im Video bleiben vollständig unbelegt. Die Landeswahlleitung wies sämtliche Vorwürfe von Unregelmäßigkeiten zurück. Eine Wiederholung der Wahl ist nicht vorgesehen, und das ursprüngliche Ergebnis bleibt bestehen. Trotz offizieller Dementis und Faktenchecks halten sich die falschen Behauptungen des Videos hartnäckig in der Öffentlichkeit.

Quelle