24 March 2026, 10:14

F126-Fregattenprogramm belastet Rüstungsaktien trotz Rekordzahlen bei RENK

Plakat mit fettem schwarzem Text "Die erste Verteidigungslinie braucht Sie - Melden Sie sich bei der Navy" auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem navyblauen Rand, mit einer Silhouette eines Navy-Schiffs im Hintergrund.

F126-Fregattenprogramm belastet Rüstungsaktien trotz Rekordzahlen bei RENK

Unsicherheit um Deutschlands F126-Fregattenprogramm belastet Rüstungsaktien

Die Verzögerungen beim F126-Fregattenprogramm der deutschen Marine haben die Aktienkurse von Rüstungsunternehmen wie RENK und ThyssenKrupp Marine Systems unter Druck gesetzt. Die noch ausstehende Entscheidung über den Hauptauftragnehmer für das rund 10 Milliarden Euro schwere Projekt hält Anleger in Atem. Gleichzeitig meldete RENK starke Finanzkennzahlen mit Rekordumsätzen und einem deutlichen Gewinnanstieg.

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Das F126-Programm, das größte Neubauvorgaben der Deutschen Marine, umfasst sechs Fregatten mit einem Gesamtbudget von etwa 10 Milliarden Euro. Rheinmetall positioniert sich aktiv als führender Bewerber, doch eine Entscheidung wird frühestens Ende April erwartet. Ein endgültiger Vertragsabschluss könnte dennoch noch in diesem Sommer erfolgen.

RENK, ein wichtiger Zulieferer der Rüstungsbranche, verzeichnete für 2025 einen Rekordumsatz von 1,37 Milliarden Euro sowie einen Nettogewinn, der sich auf 101 Millionen Euro mehr als verdoppelte. Der Auftragsbestand des Unternehmens liegt derzeit bei 6,68 Milliarden Euro. Trotz dieser soliden Grundlagen notiert die Aktie weiterhin über 40 Prozent unter ihrem Höchststand von Oktober 2025 und deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt.

Die Aktionäre profitieren von einer höheren Dividende: RENK erhöht die Ausschüttung um 38 Prozent auf 0,58 Euro pro Aktie. Der Ex-Dividendentag ist auf den 11. Juni 2026 datiert. Für das kommende Jahr prognostiziert das Unternehmen einen Umsatz von über 1,5 Milliarden Euro sowie ein bereinigtes EBIT zwischen 255 und 285 Millionen Euro.

Die Markt Reaktion fällt gemischt aus: Während RENK-Aktien um etwa drei Prozent nachgaben, verlor ThyssenKrupp Marine Systems fast sieben Prozent. Rheinmetall hingegen zeigt weiterhin starke Wachstumsdynamik – die Marktkapitalisierung des Konzerns liegt 2026 bei rund 68,5 bis 69 Milliarden Euro. Die Umsätze stiegen 2025 um 29 Prozent auf 9,94 Milliarden Euro, für 2026 werden 14 bis 15 Milliarden Euro erwartet.

Der nächste Quartalsbericht von RENK steht am 6. Mai 2026 an. Bis dahin dürfte die Entscheidung über den F126-Auftrag im Mittelpunkt des Investoreninteresses bleiben.

Die Verzögerungen beim F126-Programm sorgen trotz robuster Finanzkennzahlen von Unternehmen wie RENK für kurzfristige Schwankungen bei Rüstungsaktien. Eine Vertragsvergabe in den kommenden Monaten könnte dem Markt mehr Klarheit verschaffen. Bis dahin beobachten Anleger gespannt, wie sich das größte Fregattenprojekt der Deutschen Marine entwickelt.

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