03 April 2026, 12:19

Erstes Vernetzungstreffen für Post-Ost-Gemeinschaften stärkt kulturelle Brücken in Deutschland

Ausführliche alte Karte von Ostsee, Deutschland, mit Textanmerkungen, die den Stadtplan zeigen.

Erstes Vernetzungstreffen für Post-Ost-Gemeinschaften stärkt kulturelle Brücken in Deutschland

Erstes Treffen für Post-Ost-Gemeinschaften in Deutschland

Vom 6. bis 8. August fand in Deutschland ein dreitägiges Treffen für Post-Ost-Gemeinschaften statt. Organisiert von der BUNT-Stiftung, handelte es sich um die erste persönliche Zusammenkunft von Migrant:innen aus ehemaligen Ostblockstaaten. Gleichzeitig wurde das neue Projekt p(ost) berlin gestartet – eine Kooperation zwischen BUNT und dem Bundesprogramm "Demokratie lebt!".

Im Mittelpunkt der Konferenz standen Vernetzung und Gemeinschaftsbildung unter Menschen mit Wurzeln in Osteuropa. Referent:innen und Teilnehmer:innen diskutierten gemeinsame Herausforderungen und Wege, um kulturelle Verbindungen in Deutschland zu stärken.

Zu den teilnehmenden Gruppen zählte etwa der Kinder- und Jugendverband JunOst, der junge Menschen mit russischsprachigem Hintergrund unterstützt. Ebenfalls dabei war der Verein Frauenpower – Ukrainische Frauen für Integration aus Sachsen-Anhalt, der ukrainischen Frauen den Einstieg in die deutsche Gesellschaft erleichtert. Die Deutsch-Kasachische Gesellschaft, seit 1997 aktiv, präsentierte ihre Arbeit zur Förderung der Beziehungen zwischen Kasachstan und Deutschland.

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Wladimir Weinberg, Geschäftsführer des Bundesverbands russischsprachiger Eltern, hielt einen Vortrag über den Aufbau widerstandsfähiger Gemeinschaften. Dabei ging es um Strategien, wie Migrant:innengruppen sich effektiv organisieren und gegenseitig stärken können.

Die gastgebende BUNT-Stiftung bietet seit über 30 Jahren Sprach- und Kulturkurse für Zuwander:innen, Unternehmen und Beschäftigte an. Ihre langjährige Integrationsarbeit prägte die Diskussionen. Zwar gibt es keine genauen aktuellen Zahlen, doch historische Aufzeichnungen zeigen, dass nach dem Zweiten Weltkrieg rund 250.000 jüdische Displaced Persons aus Osteuropa in Westdeutschland lebten. Heute führen Initiativen wie Nash Berlin, das ukrainische Kulturschaffende vernetzt, diese Tradition des kulturellen Austauschs fort.

Deutschlands dichtes Netz von rund 750.000 eingetragenen Vereinen bietet solchen Gruppen rechtliche und finanzielle Unterstützung. Diese Strukturen helfen bei der Verwaltung von Mitteln, Vertragsabwicklungen und der Minimierung von Haftungsrisiken für von Migrant:innen getragene Projekte.

Das Treffen endete mit Plänen, die Reichweite des p(ost) berlin-Projekts auszubauen. Die Teilnehmer:innen verließen die Veranstaltung mit gestärkten Netzwerken und konkreten Ideen für künftige Zusammenarbeit. Gleichzeitig wurde die Bedeutung von Vereinen für die Integration und das Gedeihen von Migrant:innengemeinschaften in Deutschland unterstrichen.

Quelle