Energiekrise zwingt Zoos zu harten Entscheidungen – doch manche setzen auf Solarstrom
Conrad PechelEnergiekrise zwingt Zoos zu harten Entscheidungen – doch manche setzen auf Solarstrom
Steigende Energiekosten setzen Zoos und Wildparks schwer zu. Viele Einrichtungen stehen nun vor schwierigen Entscheidungen, um ihre Haushalte auszugleichen, ohne die Tiere zu gefährden. Einige haben bereits Arten abgegeben oder energieintensive Attraktionen reduziert.
Der Zoo Braunschweig schließt eine Verringerung seines Tierbestands trotz der höheren Kosten aus. Stattdessen baut er seine Energielösungen aus. Eine bestehende 80-kW-Photovoltaikanlage hilft bereits, die Ausgaben zu senken, und bald kommen weitere 12 kW Solarleistung hinzu. Zudem ist ein 10-kW-Batteriespeicher geplant, um überschüssigen Strom zu speichern.
Andere Parks gehen unterschiedliche Wege. Der Wildpark Stöckheim gibt rund 2,5 Prozent seines Gesamtbudgets für Energie aus. Der Wildpark Essehof setzt hingegen auf Biomasseheizung und hat keine Pläne, Tiere zu verkaufen. Das Artenschutzzentrum Grasleben hat hingegen Solarmodule installiert, um wärmeliebende Arten zu unterstützen.
Nicht alle Einrichtungen konnten Veränderungen vermeiden. Einige haben bereits Tiere abgegeben oder energieintensive Arten abgebaut, um die steigenden Kosten zu bewältigen.
Mit dem Ausbau der Solarenergie und dem Batteriespeicher will der Zoo Braunschweig die finanzielle Belastung mindern, ohne die Tierhaltung zu beeinträchtigen. Auch Essehof und Grasleben haben Wege gefunden, ihre Abhängigkeit von teurer Energie zu verringern. Doch für andere Parks bleibt die Abgabe von Tieren oft das letzte Mittel, da die Kosten weiter steigen.






