Hohe Nachfrage nach Energieberatung - Energieberatung in MV boomt: Über 5.000 Anfragen im Jahr 2025
Energieberatungsnachfrage in Mecklenburg-Vorpommern steigt stark an
In den vergangenen Jahren hat die Nachfrage nach Energieberatung in Mecklenburg-Vorpommern deutlich zugenommen. Die Verbraucherzentrale verzeichnete einen deutlichen Anstieg der Beratungsgespräche – von etwa 1.200 im Jahr 2020 auf über 5.000 im Jahr 2023. Dieser Aufwärtstrend setzte sich bis 2025 fort, angetrieben durch anhaltende Energiekrisen und staatliche Förderprogramme.
Alleine 2025 führte die Verbraucherzentrale 3.565 Energieberatungen durch – ein Plus von über 1.000 im Vergleich zu 2021. Viele Bürger suchten Hilfe bei Heizkostenabrechnungen, Möglichkeiten der erneuerbaren Energien und modernen Heizsystemen. Rechtliche Fragen zu Strom- und Gasverträgen machten zudem 505 Beratungen aus, im Schnitt 14 pro Werktag.
Besonders stark nachgefragt wurde das Angebot von einkommensschwachen Haushalten. Wiebke Cornelius, Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale, betonte die hohe Nachfrage sowohl in der Energie- als auch in der Wohnberatung. Bundes- und Landesförderung bleibe ihrer Ansicht nach entscheidend, insbesondere in finanziell schwierigen Phasen.
Im vergangenen Jahr stellte die Landesregierung 927.000 Euro bereit, um den Service aufrechtzuerhalten. Der Anstieg der Beratungen spiegelt die wachsenden Sorgen über steigende Kosten und den Wandel hin zu nachhaltigen Energielösungen wider.
Die Verbraucherzentrale bleibt eine zentrale Anlaufstelle für Bürger, die sich mit Energiefragen konfrontiert sehen. Da die Nachfrage auch 2025 hoch bleibt, ist ihre Arbeit weiterhin auf finanzielle Unterstützung von Land und Bund angewiesen. Im Fokus steht weiterhin die Hilfe für Haushalte, um rechtliche, finanzielle und technische Herausforderungen in einem sich wandelnden Energiemarkt zu meistern.