Elterngeld-Kürzungen drohen: Familien fürchten um finanzielle Sicherheit nach der Geburt
Francesco SchenkElterngeld-Kürzungen drohen: Familien fürchten um finanzielle Sicherheit nach der Geburt
Elterngeld in Deutschland: Massive Kürzungen drohen – Kritik von allen Seiten
Die Leistungen für Elternzeit in Deutschland könnten drastisch gekürzt werden, da die Bundesregierung nach Einsparmöglichkeiten sucht. Medienberichten zufolge plant Familienministerin Karin Prien (CDU) eine Streichung von rund 350 Millionen Euro. Der Vorstoß hat bereits scharfe Kritik von Politikern und Familienverbänden ausgelöst.
Prien steht unter Druck, den Haushalt ihres Ministeriums zu konsolidieren. Im Gespräch sind Kürzungen beim Elterngeld, das Eltern finanziell unterstützt, die nach der Geburt eines Kindes berufliche Auszeiten nehmen. Die möglichen Einschnitte kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Geburtenrate in Deutschland auf den niedrigsten Stand seit 1946 gesunken ist.
Die ehemalige Familienministerin Franziska Giffey (SPD) hat sich vehement gegen die Pläne ausgesprochen. Sie betont, dass das Elterngeld eine zentrale Rolle spiele, um Berufspausen zu verkürzen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern und Eltern den Wiedereinstieg in den Job zu erleichtern. Giffey forderte zudem Reformen, um eine gerechtere Aufteilung der Elternzeit zwischen Müttern und Vätern zu fördern. Aktuell beziehen 74 Prozent der Leistungen Frauen.
Die Kritik kommt aus verschiedenen Lagern. Wolfgang Kubicki, designierter Vorsitzender der FDP, lehnte die Kürzungspläne ab. Britta Altenkamp, Vorsitzende des Zukunftsforums Familie (ZFF), bezeichnete die Debatte als „katastrophales Signal“ für Familien, die ohnehin schon an ihre Grenzen stoßen.
Die geplante Streichung von 350 Millionen Euro beim Elterngeld hat eine Welle der Empörung ausgelöst. Gegner argumentieren, dass solche Kürzungen die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern verschärfen und Familien davon abhalten könnten, sich für Kinder zu entscheiden. Angesichts des historischen Tiefstands der Geburtenrate könnte die Entscheidung langfristige Folgen für Eltern und den Arbeitsmarkt haben.






