Elektroautos werden günstiger und leistungsstärker – doch günstige Modelle bleiben selten
Hans-Jürgen ZirmeElektroautos werden günstiger und leistungsstärker – doch günstige Modelle bleiben selten
Elektroautos in Deutschland sind in den vergangenen zwei Jahren günstiger und leistungsfähiger geworden. Der Durchschnittspreis sank zwischen 2024 und 2026 um fast 4.000 Euro, während Fortschritte bei Reichweite und Ladeleistung die Fahrzeuge für Fahrende praktischer machten. Diese Entwicklungen spiegeln einen gereiften Markt mit mehr Auswahl und besserer Technik wider.
Im Jahr 2024 erreichte der durchschnittliche Preis für ein Elektroauto in Deutschland mit 56.669 Euro seinen Höhepunkt. Bis 2026 fiel er auf 52.934 Euro, wobei die stärksten Preissenkungen in beliebten Segmenten wie kleinen SUVs, Mittelklasse- und oberen Mittelklassemodellen zu verzeichnen waren. Trotz der Preisnachlässe sind nur noch 18 Elektromodelle für unter 30.000 Euro erhältlich.
Die Anzahl der rein elektrischen Modelle stieg von 134 im Jahr 2024 auf 155 Anfang 2026 an. SUVs dominieren das Angebot und machen 55 Prozent der verfügbaren Modelle aus – insgesamt 86 Stück. Diese Ausweitung ging mit bemerkenswerten technischen Verbesserungen einher.
Die durchschnittliche Reichweite nach WLTP-Standard erhöhte sich von 450 Kilometern im Jahr 2024 auf 480 Kilometer 2026. Auch die Ladeleistung stieg im selben Zeitraum von 151 kW (205 PS) auf 171 kW (233 PS). Seit 2022 sind die Fortschritte noch deutlicher: Die Reichweite wuchs von 376 Kilometern, die Ladeleistung von 116 kW (158 PS).
Der deutsche Elektroautomarkt bietet heute längere Reichweiten, schnelleres Laden und niedrigere Preise als noch vor zwei Jahren. Mit 155 verfügbaren Modellen – viele davon SUVs – haben Kundinnen und Kunden mehr Auswahl, auch wenn günstige Optionen unter 30.000 Euro weiterhin rar bleiben. Diese Trends deuten auf eine zunehmende Zugänglichkeit und Leistungsfähigkeit der Elektromobilität hin.






