30 March 2026, 22:14

Ehegattensplitting spart Paaren 25 Milliarden Euro – doch wer profitiert wirklich?

Schwarze und weiße Frankreichkarte mit Text und Zahlen, die die Scheidungsfrequenz nach Regionen angeben.

Ehegattensplitting spart Paaren 25 Milliarden Euro – doch wer profitiert wirklich?

Steuersplitting spart verheiratete Paare jährlich rund 25 Milliarden Euro

Durch das deutsche Ehegattensplitting – die offizielle Einkommensteuer-Splittingregelung – sparen verheiratete Paare jedes Jahr etwa 25 Milliarden Euro. Das System senkt die Steuerlast, indem die Einkommen beider Partner zusammengerechnet und die Steuer dann halbiert wird. Wie viele Haushalte tatsächlich davon profitieren, bleibt jedoch unklar, da die verfügbaren Regierungsdaten nur unvollständig sind.

Vor allem Familien mit Kindern kommen in den Genuss der Steuerersparnis: Rund 90 Prozent der Entlastung fließen an verheiratete Paare mit Unterhaltsberechtigten, wobei 64 Prozent speziell an Haushalte mit steuerrelevanten Kindern gehen. Die verbleibenden 10 Prozent kommen kinderlosen Paaren zugute.

Wer profitiert am meisten? Die Vorteile verteilen sich ungleich: Haushalte mit nur einem Verdienstenden erhalten 37 Prozent der gesamten Ersparnis, während Doppelverdiener 63 Prozent für sich verbuchen. Besonders begünstigt werden Paare, in denen ein Partner deutlich mehr verdient als der andere – oft sind es Frauen, die weniger oder gar nicht erwerbstätig sind.

Auch das Einkommensniveau spielt eine Rolle. Teilweise verfügbare Zahlen zeigen, dass in der Steuerklasse zwischen 29.508 und 40.000 Euro jährlich über 1,19 Millionen Haushalte profitieren, in der Spanne von 40.000 bis 50.000 Euro sind es rund 1,16 Millionen. Gering- und Mittelverdiener haben aufgrund der Steuerprogression weniger Vorteile, während Besserverdiener stärker entlastet werden.

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Reformen würden Einverdienst-Haushalte besonders treffen Jede Änderung des Systems würde vor allem Familien mit nur einem Einkommen hart treffen. Regionale Unterschiede sind kaum dokumentiert, doch das finanzielle Muster wiederholt sich bundesweit: Die meisten der 25 Milliarden Euro fließen an Familien mit Kindern – insbesondere an solche mit steuerrelevanten Angehörigen. Eine Reform könnte die Last auf Einverdienst-Haushalte verlagern, während gutverdienende Paare weiterhin am stärksten vom aktuellen Modell profitieren würden.

Quelle