29 March 2026, 18:19

Deutschland streicht Alkohol-Ausnahme für 14- und 15-Jährige unter elterlicher Aufsicht

Karte von Australien in Rot geschattete, um verschiedene Prozentanteile von unteralterigen Teenagern in den Bundesstaaten anzuzeigen, mit Text unten, der besagt "Unteralterige Teenager können auf die Sex-Täter-Liste gesetzt werden, wenn sie einvernehmlichen Sex haben."

Deutschland streicht Alkohol-Ausnahme für 14- und 15-Jährige unter elterlicher Aufsicht

Deutschland verschärft seine Alkoholgesetze für Jugendliche. Ein neuer Gesetzentwurf sieht vor, die Ausnahmeklausel zu streichen, die es 14- und 15-Jährigen bisher erlaubt, unter elterlicher Aufsicht Bier, Wein oder Sekt zu trinken. Bundesfamilienministerin Karin Prien treibt die Abschaffung dieser langjährigen Regelung voran.

Die Änderung ist Teil einer umfassenden Reform des Jugendschutzgesetzes, die das Suchtrisiko bei jungen Menschen verringern soll. Gesundheitsexperten warnen seit Jahren vor den Gefahren eines frühen Alkoholkonsums.

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Die Debatte über den Alkoholkonsum Minderjähriger hat in den letzten Jahren an Fahrt aufgenommen. Zwischen 2021 und 2026 setzten sich Organisationen wie das Deutsche Krebsforschungszentrum und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) für strengere Vorschriften ein. Ihre Kampagnen machten auf die Risiken für die Gehirnentwicklung, Suchterkrankungen und gewalttätiges Verhalten durch frühen Alkoholkonsum aufmerksam.

Wichtige Meilensteine waren die Bundestagsdebatten 2023 über eine Anhebung des Mindestabgabealters sowie ein WHO-Bericht aus dem Jahr 2025, der auf das wachsende Problem des Rauschtrinkens unter Jugendlichen hinwies. Auch die Medienberichterstattung zu diesen Themen nahm zu und erhöhte den Druck auf die Politik, aktiv zu werden.

Der aktuelle Entwurf zielt insbesondere auf die sogenannte "kontrollierte Alkoholabgabe" ab, die es Eltern bisher erlaubt, ihren 14- und 15-jährigen Kindern Alkohol zu geben. Ministerin Prien argumentiert, dass die Streichung dieser Ausnahme Jugendliche besser vor Sucht schütze. Das Ministerium verweist auf Gesundheitsrisiken, Vernachlässigung und aggressives Verhalten als Gründe für die Neuregelung.

Der Entwurf befindet sich derzeit in der Abstimmung mit beteiligten Kreisen. Bei Zustimmung könnte das Gesetz noch vor Jahresende den Bundestag passieren. Die Reform ist Teil eines größeren Pakets zur Verbesserung der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland.

Das geplante Gesetz würde die elterliche Aufsicht als rechtliche Grauzone für den Alkoholkonsum Minderjähriger abschaffen. Gesundheitswarnungen und steigende Suchtzahlen haben den Ruf nach schärferen Kontrollen vorangetrieben. Die endgültige Entscheidung liegt beim Bundestag, wo vor Ende 2024 abgestimmt werden soll.

Quelle