Deutsche Telekom erhöht Preise für Bestandsverträge ohne Gegenleistung
Francesco SchenkDeutsche Telekom erhöht Preise für Bestandsverträge ohne Gegenleistung
Deutsche Telekom erhöht Preise für langjährige Kunden
Ab Februar werden viele Bestandsverträge und Zusatzleistungen der Deutschen Telekom teurer. Betroffen sind vor allem ältere DSL-Verträge und zusätzliche Dienstleistungen – ohne Gegenleistung wie bessere Leistungen oder Upgrades.
Besonders hart trifft es Haushalte mit mehreren Geräten oder Familienkonten. Allein für MultiSIMs und PlusCards könnten manche Kunden bis zu 14 Euro mehr pro Monat zahlen.
Die erste Preiserhöhung tritt am 4. Februar in Kraft: Die Kosten für zusätzliche PlusCards steigen. Während die erste Karte weiterhin 19,95 Euro kostet, wird jede weitere auf 14,95 Euro erhöht. Wer seine bestehenden PlusCards unverändert lässt, bleibt von der Erhöhung verschont – doch wer neue Karten hinzufügt oder Tarife anpasst, muss den neuen Preis zahlen.
Ab dem 1. April werden auch bezahlte MultiSIMs teurer. Die monatliche Gebühr steigt von 4,95 auf 6,95 Euro, was vor allem Geschäftskunden und Familien mit mehreren Geräten betrifft. DSL-Kunden mit Verträgen vor April 2023 müssen zudem 2 Euro mehr pro Monat zahlen – ebenfalls ohne Verbesserungen bei Geschwindigkeit oder Service.
Die Preiserhöhungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Konkurrenz verärgerte Telekom-Kunden mit attraktiven Angeboten abwirbt. Vodafone lockt etwa mit Treueboni von bis zu 10 Euro monatlich und kostenlosen Rufnummernmitnahmen bei 24-Monats-Verträgen ab 19,99 Euro. 1&1 bietet bis zu 240 Euro Cashback und unbegrenzte Datentarife ab 14,99 Euro. O2 (Telefónica) wirbt mit 50 GB für 20 Euro und einem einfachen Online-Wechsel.
Für viele Kunden, deren Kosten seit 2024 um bis zu 33 Prozent gestiegen sind, könnte dies der Anstoß sein, den Anbieter zu wechseln. Da die Telekom keine zusätzlichen Leistungen bietet, könnten langjährige Kunden zu Mitbewerbern mit besseren Konditionen abwandern.
Die Änderungen bedeuten höhere Rechnungen für viele Telekom-Kunden – besonders für diejenigen mit älteren Verträgen oder mehreren Dienstleistungen. Ohne Mehrwert oder Leistungssteigerungen könnten die Preiserhöhungen einige dazu bringen, ihre Optionen neu zu überdenken.
Die Konkurrenz hat bereits Anreize geschaffen, um unzufriedene Kunden abzuwerben. Die Entwicklung könnte die Kundentreue auf die Probe stellen, da Alternativen zunehmend attraktiver werden.






