Chaos beim Fusion-Festival: Drogen, Gewalt und vorübergehende Evakuierung
Conrad PechelChaos beim Fusion-Festival: Drogen, Gewalt und vorübergehende Evakuierung
Behörden melden zahlreiche Vorfälle beim Fusion-Festival bei Neustrelitz
Polizei und Zollbeamte verzeichneten während des Fusion-Festivals in der Nähe von Neustrelitz eine Reihe von Zwischenfällen. Die Behörden dokumentierten Drogendelikte, gewalttätiges Verhalten und weitere Straftaten unter den Besuchern. Die Veranstaltung musste zudem vorübergehend unterbrochen werden, nachdem Sicherheitsbedenken aufkamen.
Rund 70 Bundespolizisten waren am Bahnhof Neustrelitz im Einsatz, um das Festival zu überwachen. Bei Verkehrskontrollen stellten sie 48 Autofahrer unter Drogeneinfluss fest. Bei den Kontrollen beschlagnahmten die Beamten Ecstasy-Tabletten, Kokain und Amphetamine.
Der Zoll leitete 24 Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Cannabiskonsumgesetz ein. Zudem erstatteten die Behörden acht Strafanzeigen wegen Drogenbesitzes oder -handels. Bei stichprobenartigen Kontrollen wurden zehn Straftaten und ein Ordnungswidrigkeitsverfahren dokumentiert – meist im Zusammenhang mit Rauschmitteln.
Ein Festivalbesucher hielt sich zudem illegal in Deutschland auf. Am Donnerstagabend wurde die Veranstaltung vorübergehend gestoppt, nachdem Brände ausgebrochen waren; alle Teilnehmer wurden auf das nahegelegene Flugfeld gebracht.
Auch Gewaltvorfälle gab es: Ein Polizist wurde angegriffen, als er Beweismaterial für Sachbeschädigungen filmte. Der Angreifer verletzte den Beamten leicht. Darüber hinaus sollen mehrere Personen eine mobile Polizeistation mit Graffiti besprüht haben.
Das Festival war von einer Vielzahl von Rechtsverstößen geprägt – von Drogendelikten über Körperverletzung bis hin zu Sachbeschädigungen. Die Behörden gingen gegen die Täter vor, unter anderem mit Strafverfahren und Anzeigen. Die vorübergehende Evakuierung unterstrich die zusätzlichen Sicherheitsherausforderungen während der Veranstaltung.
