13 March 2026, 20:20

Chaos bei Koblenzer Oberbürgermeisterwahl: Zwei Kandidaten fliegen raus

Ein grüner Zettel mit der Aufschrift "Elections municipales" vor einem weißen Hintergrund.

Chaos bei Koblenzer Oberbürgermeisterwahl: Zwei Kandidaten fliegen raus

Die Oberbürgermeisterwahl in Koblenz hat eine unerwartete Wendung genommen, nachdem zwei der vier zugelassenen Kandidaten disqualifiziert wurden. Arian Tavasoli schied aus, weil er weder die deutsche noch die EU-Staatsbürgerschaft besitzt, während Ralf Devant trotz geringer Siegchancen im Rennen bleibt. Die Situation wirft Fragen zur Organisation der Wahl und den Prüfverfahren der Stadt auf.

Ursprünglich waren vier Bewerber für die Wahl am 26. März 2026 zugelassen worden, bei der die Amtsinhaberin Ulrike Mohrs ersetzt werden soll. Darunter befanden sich der lokale IT-Unternehmer Ralf Devant und der iranische Staatsbürger Arian Tavasoli. Devant, der sich selbst als schwerbehindert und politisch pragmatisch beschreibt, hat angekündigt, im Falle seiner Wahl Verwaltungsprozesse zu vereinfachen. Seine Aussichten gegen die Favoritin Dagmar Kranz (CDU) gelten jedoch als gering.

Tavasolis Wahlkampf nahm eine umstrittene Richtung, als er behauptete, im Falle seiner Wahl "knapp unter einer Million Euro" an AfD-Mitglieder, Koblenzer Bürger und Rentner verteilen zu wollen. Später wurde seine Kandidatur wegen fehlender deutscher oder EU-Staatsangehörigkeit für ungültig erklärt. Tavasoli hatte zuvor erklärt, er fühle sich sowohl der AfD als auch der CDU verbunden, doch sein Antrag auf einen CDU-Beitritt war abgelehnt worden.

Die Disqualifizierungen haben die Stadtverwaltung unter Druck gesetzt, da nun die Frage aufkommt, warum Tavasolis fehlende Berechtigung nicht früher erkannt wurde.

Mit zwei ausgeschiedenen Kandidaten konzentriert sich die Wahl nun auf Devant und die verbleibenden Bewerber. Die organisatorischen Pannen haben Zweifel an der Vorbereitung der Wahl geweckt und die Verantwortlichen müssen nun mit den Folgen umgehen. Das Ergebnis wird zeigen, ob es der Stadtführung gelingt, nach diesem Rückschlag das Vertrauen der Bevölkerung zurückzugewinnen.

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