Caritas drängt auf Pflicht für klimafreundliche Heizungen in Mietwohnungen
Francesco SchenkCaritas drängt auf Pflicht für klimafreundliche Heizungen in Mietwohnungen
Caritas fordert verpflichtende klimafreundliche Heizsysteme in Mietwohnungen
Die katholische Wohlfahrtsorganisation Caritas hat die Bundesregierung aufgefordert, den Einbau klimafreundlicher Heizungen in Mietimmobilien verbindlich vorzuschreiben. Die Organisation argumentiert, dass steigende Energiepreise einkommensschwache Familien besonders hart treffen. Ein Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme könnte die Kosten senken und die Abhängigkeit von ausländischem Öl verringern, so Caritas.
Eva Welskop-Deffaa, Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes, betonte, dass moderne Heiztechnik stabile Preise biete und gleichzeitig die Umwelt entlaste. Sie verwies darauf, dass Haushalte mit einem Monatseinkommen unter 1.300 Euro bereits zehn Prozent ihres Budgets für Wohnenergie aufbringen müssten. Die Organisation fordert daher stärkere Unterstützung für bedürftige Familien, darunter bessere Beratung zu Energiesparmaßnahmen sowie Reformen bei den Sozialleistungen.
Laut geltendem Recht müssen neue Heizungsanlagen ab 2026 oder – je nach kommunaler Planung – ab 2029 mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) sieht schrittweise Ziele vor: 15 Prozent bis 2029, 30 Prozent bis 2035 und 60 Prozent bis 2040. Bisher liegen jedoch keine offiziellen Daten vor, wie viele Mietobjekte diese Vorgaben bereits erfüllen.
Caritas pocht auf schnellere Maßnahmen, um Mieter:innen vor Preisschwankungen auf dem globalen Ölmarkt zu schützen. Zudem fordert die Organisation klarere Regelungen, die Vermieter verpflichten, veraltete Heizungsanlagen in Altbauten zu modernisieren.
Ziel des Vorstoßes ist es, die finanzielle Belastung für Mieterhaushalte zu verringern und gleichzeitig den ökologischen Wandel in Deutschland zu beschleunigen. Würden die Pläne umgesetzt, müssten Vermieter schrittweise auf umweltfreundlichere Heizsysteme umstellen. Langfristig könnte dies auch die Energiekosten für Haushalte senken, die mit hohen Nebenkosten zu kämpfen haben.






