09 May 2026, 08:13

C24 Bankenservice schließt Mainzer Filiale über Nacht – 70 Mitarbeiter vor verschlossenen Türen

Balkendiagramm, das die Anzahl der durch COVID-19 betroffenen US-Geschäfte zeigt, aufgeteilt nach Branche und Erholungsstatus, mit Text, der die wirtschaftliche Erholung angibt.

C24 Bankenservice schließt Mainzer Filiale über Nacht – 70 Mitarbeiter vor verschlossenen Türen

C24 Bankenservice: Frankfurter Finanzunternehmen schließt Filiale in Mainz ohne Vorwarnung

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Die in Frankfurt ansässige Finanzfirma C24 Bankenservice hat ihre Niederlassung in Mainz über Nacht geschlossen – ohne Vorankündigung. Am 7. Mai trafen rund 70 Mitarbeiter zur Arbeit ein, nur um verschlossene Türen und ein Schild mit der Aufschrift „Betrieb geschlossen! Zutritt verboten!“ vorzufinden. Die plötzliche Schließung folgt auf Jahre der Kritik an Arbeitsbedingungen und Sicherheitsmängeln.

Das Unternehmen, das seit sechs Jahren am Markt ist, geriet bereits im vergangenen Jahr wegen Kundenbeschwerden und Berichten über unzureichende Sicherheitsvorkehrungen in die Schlagzeilen. Auch Mitarbeiter hatten wiederholt auf ein angespanntes Arbeitsklima hingewiesen.

Eine formelle Kündigung erhielten die Beschäftigten nicht. Stattdessen wurden sie mündlich über die Schließung informiert und aufgefordert, ihre Schlüssel umgehend abzugeben. Einige Angestellte, die täglich bis zu zwei Stunden Pendelweg auf sich nahmen, standen plötzlich vor verschlossenen Türen.

Die Gewerkschaft Verdi sprang ein, um den Mitarbeitern bei der Bergung persönlicher Habseligkeiten zu helfen. Auch Polizei und Aufsichtsbehörden griffen ein, um sicherzustellen, dass die Beschäftigten ihr Eigentumsrecht wahrnehmen konnten. Dennoch bleibt für viele die Zukunft ungewiss.

Als Grund für die sofortige Schließung nannte das Unternehmen „wirtschaftliche und strategische Erwägungen“. Konkrete Angaben zu Abfindungen, ausstehenden Löhnen oder weiteren Schritten für die Betroffenen fehlen jedoch.

Die abrupten Schließung hinterlässt 70 Mitarbeiter ohne Arbeit und ohne klare Perspektiven. Die Behörden beobachten die Entwicklung weiter, während die ehemaligen Angestellten auf Antworten zu ausstehenden Gehältern und rechtlichen Möglichkeiten drängen. Unklar bleibt, ob und in welcher Form das Unternehmen seine Geschäfte fortsetzen wird.

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