Bundestag beschließt schnellere Anerkennung ausländischer Gesundheitsabschlüsse
Francesco SchenkBundestag beschließt schnellere Anerkennung ausländischer Gesundheitsabschlüsse
Der Bundestag hat ein neues Gesetz verabschiedet, um die Anerkennung ausländischer Abschlüsse im Gesundheitsbereich zu beschleunigen. Die Reform soll die Verfahren für Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Apothekerinnen und Apotheker sowie Hebammen vereinfachen. Das Vorhaben stieß auf breite Zustimmung, stieß jedoch bei der rechtspopulistischen AfD auf Ablehnung.
Das von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) eingebrachte Gesetz wurde am Donnerstag verabschiedet. Die Ampelkoalition und die Grünen unterstützten den Entwurf, während die Linke sich der Stimme enthielt. Einzig die AfD stimmte dagegen.
Das Gesetz führt einheitliche Standards und digitale Prozesse ein, um Bürokratie abzubauen. Zudem erhalten die Bundesländer die Möglichkeit, die Sprachkenntnisse von Bewerberinnen und Bewerbern aus Drittstaaten bereits vor Abschluss ihrer Berufsausbildung zu prüfen. Die Neuerungen sollen das System beschleunigen und die Verfahren vereinheitlichen.
Bevor das Gesetz in Kraft treten kann, muss es noch den Bundesrat passieren. Bei einer Zustimmung gelten die neuen Regelungen ab dem 1. November 2026.
Die Reform zielt auf die Verringerung von Verzögerungen bei der Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen im Gesundheitssektor ab. Durch standardisierte Abläufe und den Einsatz digitaler Werkzeuge erhofft sich die Bundesregierung weniger administrative Hürden. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Bundesrat.






