06 May 2026, 06:18

Bundesregierung plant radikale Kürzungen beim Wohngeld – eine Milliarde Euro soll gestrichen werden

Gruppe von Menschen marschiert mit einem "Solidarität und Feminismus"-Schild die Straße entlang, mit parkenden Fahrzeugen, Gebäuden, einer Schüsselantenne und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Bundesregierung plant radikale Kürzungen beim Wohngeld – eine Milliarde Euro soll gestrichen werden

Die deutsche Bundesregierung steht wegen Pläne zur Kürzung der Wohngeldleistungen um eine Milliarde Euro unter Druck. Das Bundesbauministerium unter Leitung von Verena Hubertz (SPD) will die Zahlungen umstrukturieren, um die geforderten Einsparziele zu erreichen. Kritiker haben sich bereits gegen die geplanten Änderungen ausgesprochen.

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) arbeitet daran, Lücken im Haushalt zu schließen. Im Rahmen dieser Bemühungen soll das Bauministerium seine Ausgaben um eine Milliarde Euro reduzieren. Die Maßnahme hat unter Politikern und Wohnungsbauverbänden eine Debatte ausgelöst.

Ina Scharrenbach, Bauministerin von Nordrhein-Westfalen (CDU), forderte umfassende Reformen beim Wohngeld. Sie argumentierte, das aktuelle System benötige grundlegende Veränderungen, um wirksam zu bleiben.

Unterdessen warnte Sahra Mirow von der Linken, dass Kürzungen beim Wohngeld mehr Menschen in die Obdachlosigkeit treiben würden. Sie kritisierte den Vorschlag scharf und erklärte, er werde die Wohnungsnot für sozial Schwache weiter verschärfen.

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Die Grünen-Politikerin Mayra Vriesema schlug einen anderen Ansatz vor. Sie plädierte für strengere Mietpreisbremse, um den Bedarf an Wohngeld von vornherein zu verringern. Zudem regte Vriesema an, die in Bundesgesetzen verankerte Schriftformpflicht abzuschaffen, die Nordrhein-Westfalen jährlich 2,2 Millionen Euro kostet.

Trotz Widerstand wird das Ministerium die Umstrukturierung des Wohngelds nun vorantreiben. Sollten die Kürzungen umgesetzt werden, könnten sie die Unterstützung für einkommensschwache Mieter grundlegend verändern. Die Diskussion zeigt die anhaltenden Spannungen zwischen Wohnungsbaupolitik und Haushaltszwängen auf.

Quelle