Bundesnetzagentur leitet Verfahren gegen 77 Firmen wegen fehlender Smart Meter ein
Diethelm WeißBundesnetzagentur leitet Verfahren gegen 77 Firmen wegen fehlender Smart Meter ein
Die Bundesnetzagentur hat gegen 77 Unternehmen wegen der Nichteinhaltung der gesetzlichen Fristen für die Einführung intelligenter Stromzähler Ermittlungsverfahren eingeleitet. Diese Firmen haben die verbindliche Deadline verpasst und noch nicht einmal mit der Installation der Geräte begonnen. Der Schritt ist Teil einer umfassenden Initiative zur Modernisierung des deutschen Stromnetzes.
Nach dem Messstellenbetriebsgesetz müssen Betreiber bis Ende 2025 in mindestens 20 Prozent der förderfähigen Haushalte intelligente Zähler einbauen. Langfristig sieht das Gesetz eine Abdeckung von 90 Prozent bis 2032 vor. Die nun betroffenen 77 Unternehmen haben jedoch noch nicht einmal mit der Umsetzung begonnen.
Die Bundesnetzagentur wird formelle Anhörungen durchführen, bei denen jedes Unternehmen Stellung nehmen kann. Bei Verstößen drohen Bußgelder, deren Höhe sich am Schweregrad des jeweiligen Vergehens orientiert. Zudem wird die Behörde zusätzliche Aufsichtsmaßnahmen einleiten, mit besonderem Fokus auf kleinere Betriebe, die besonders stark im Rückstand sind.
Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, betonte die Bedeutung intelligenter Zähler für die Digitalisierung der deutschen Energieinfrastruktur. Er bestätigte, dass die Behörde in den kommenden Jahren eine strenge Kontrolle aufrechterhalten werde, um die Einhaltung der Vorgaben sicherzustellen.
Die eingeleiteten Verfahren markieren eine verschärfte Gangart gegenüber Verzögerungen bei der Einführung der Smart Meter. Die betroffenen Unternehmen müssen nun entweder die Installationen beschleunigen oder mit finanziellen Sanktionen rechnen. Die Bundesnetzagentur wird die Fortschritte auf dem Weg zum 2032-Ziel weiterhin genau verfolgen.






