Brandenburgs Schulen kämpfen mit Rekordlehrermangel und 345 gestrichenen Stellen
Diethelm WeißBrandenburgs Schulen kämpfen mit Rekordlehrermangel und 345 gestrichenen Stellen
Brandenburgs Bildungssystem steht vor beispiellosen Herausforderungen: Der Haushalt 2025 streicht 345 Vollzeitstellen für Lehrkräfte. Doch das Land kämpft bereits mit einem Rekordlehrermangel – während die Schülerzahlen auf einem Allzeithoch sind. Der neue Bildungsminister Gordon Hoffmann hat nach drei Jahrzehnten SPD-Führung das Amt übernommen, doch Lösungen sind weiter ungewiss.
Die Krise an Brandenburgs Schulen hat sich im vergangenen Jahr weiter zugespitzt. Das aktuelle Schuljahr begann mit einem massiven Personalmangel, der das bestehende Lehrpersonal zu Mehrarbeit zwang. Seit Mitte des Jahres müssen Pädagogen wöchentlich eine zusätzliche Stunde unterrichten, um die Lücken zu schließen.
Nun verschärft der Haushalt 2025 die Situation: 345 Vollzeitstellen fallen weg. Minister Hoffmann räumte Anfang 2026 ein, dass das Land für das kommende Schuljahr keine vollständige Personalausstattung garantieren könne. Offizielle Zahlen, wie viele Lehrkräfte fehlen, um den Lehrplan zu erfüllen, gibt es nicht.
Hoffmann, der die langjährige SPD-Führung ablöste, hat Reformen angekündigt, um Lese- und Rechenkompetenzen zu verbessern. Doch angesichts steigender Schülerzahlen und schrumpfender Personalressourcen bereiten sich die Schulen auf das schwierigste Jahr ihrer Geschichte vor.
Das kommende Schuljahr bringt Brandenburgs höchste Schülerzahl aller Zeiten – gepaart mit dem größten Lehrkräftemangel. Durch Haushaltskürzungen und unbesetzte Stellen könnte es Schulen schwerfallen, den vorgeschriebenen Unterricht zu gewährleisten. Hoffmanns Reformversprechen stehen nun vor einer harten Bewährungsprobe, während das System an seine Grenzen stößt.






