Brandenburg stockt Staatssekretärsposten in Innen- und Gesundheitsministerium auf
Hans-Jürgen ZirmeBrandenburg stockt Staatssekretärsposten in Innen- und Gesundheitsministerium auf
Die Landesregierung Brandenburgs stockt in zwei Schlüsselressorts die Personaldecke auf. Innenminister Jan Redmann (CDU) und Gesundheitsminister René Wilke (SPD) erhalten jeweils einen zweiten Staatssekretär. Der Schritt folgt auf jüngste politische Entscheidungen, mit denen die Führung in Bereichen mit wachsenden Anforderungen gestärkt werden soll.
Die Ernennungen sind das Ergebnis einer schrittweisen Aufstockung der Staatssekretärsposten in bestimmten Ministerien – insbesondere im Innenressort – über die vergangenen Jahre. Als Begründung für die Änderungen führen Beamte steigende Arbeitsbelastungen und erweiterte Zuständigkeiten an.
Die Personalaufstockung im Innenministerium setzt einen Trend fort, der sich in den letzten fünf Jahren abgezeichnet hat. Zwischen 2021 und 2026 stieg die Zahl der Staatssekretäre im Ressort von zwei auf vier. Andere Bereiche wie das Finanzministerium behielten dagegen drei Staatssekretäre bei, während das Bildungsressort von drei auf zwei reduzierte. Treibende Kraft für den Anstieg waren Sicherheitsherausforderungen, wie aus einer parlamentarischen Anfrage des CDU-Politikers Dennis Haustein vom Februar 2026 hervorgeht.
Jan Redmann, der zugleich stellvertretender Ministerpräsident ist, wird künftig über zwei Staatssekretäre verfügen. Als zweiter Staatssekretär wurde Jörg Treffke berufen, der zuvor die Abteilung Sicherheit und Spionageabwehr beim Verfassungsschutz leitete. Seine langjährige Erfahrung im Ministerium macht ihn zu einer naheliegenden Wahl für die Position.
Auch Gesundheitsminister René Wilke (SPD) erhält mit Friederike Haase eine zweite Staatssekretärin. Haase hatte diese Funktion zuvor im Wirtschaftsministerium inne. Die SPD-Fraktion hatte zunächst infrage gestellt, ob Wilkes "Superministerium" – zuständig für Gesundheit und Soziales – tatsächlich zusätzlichen Personalbedarf rechtfertige. Später verteidigte die Partei die Entscheidung jedoch mit Verweis auf die hohe Arbeitsbelastung des Ressorts.
Beide Ernennungen werden am Dienstag nach der Kabinettssitzung von Ministerpräsident Dietmar Woidke offiziell bestätigt. Der Schritt entspricht früheren Gepflogenheiten: So verfügten die früheren stellvertretenden Ministerpräsidenten Michael Stübgen (CDU) und Ursula Nonnemacher (Grüne) in ihren jeweiligen Ressorts ebenfalls über zwei Staatssekretäre. Wilke selbst leitete während seiner früheren Amtszeit als Innenminister zwei Staatssekretäre, bedingt durch die erweiterten Aufgaben des Ministeriums.
Mit den neuen Ernennungen erreicht das Innenministerium wieder vier Staatssekretäre – die höchste Zahl der letzten Jahre. Auch im Gesundheitsministerium wird die Führungsebene ausgebaut, was die laufenden Anpassungen an die administrativen Anforderungen widerspiegelt. Beide Änderungen treten nach der formalen Bestätigung durch das Kabinett in dieser Woche in Kraft.






