17 March 2026, 12:14

Böhmermanns provokante Ausstellung im HKW sprengt alle Grenzen der Satire

Ein leuchtendes, farbenfrohes Wandgemälde an der Seite eines Gebäudes in Berlin, Deutschland.

Böhmermanns provokante Ausstellung im HKW sprengt alle Grenzen der Satire

Eine provokante neue Ausstellung im Berliner Haus der Kulturen der Welt (HKW) eröffnet

Unter dem Titel "Die Möglichkeit der Irrationalität" verwandelt die Schau die Satire-Sendung ZDF Magazin Royale von Jan Böhmermann in ein immersives, realweltliches Erlebnis. Gezeigt werden politische Kommentare ebenso wie skurrile Artefakte – alles darauf angelegt, konventionelles Denken herauszufordern.

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Böhmermann, lässig gekleidet, begrüßte die Besucher am Eröffnungstag persönlich und führte sie durch eine Sammlung provokanter Installationen, darunter eine überlebensgroße Butterbüste des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl. In der Nähe treibt eine halb versunkene, aufblasbare Freiheitsstatue im Teich des HKW – ein Symbol für den "aktuellen Zustand der US-Demokratie", wie das Team es nennt.

Die Ausstellung präsentiert zudem seltsame Relikte mit Bezug zu umstrittenen Persönlichkeiten: etwa eine unter der Marke Donald Trump vertriebene Haarkur oder Handtücher mit aufgestickten Kaninchen, die angeblich dem Immobilienmogul René Benko gehörten. Trump-Kritik ist ein wiederkehrendes Thema in Böhmermanns spätabendlicher ZDF-Sendung.

Auf dem Dach ermöglicht eine Teleskop- und Spiegelinstallation den Besuchern, den aufgezeichneten Bundesvorsitzenden Friedrich Merz bei der Arbeit zu beobachten. Böhmermann beschreibt Irrationalität als Werkzeug, um sich von zerstörerischen rationalen Mustern zu befreien. Die Ausstellung läuft bis zum 19. Oktober; Eintrittskarten kosten 15 Euro.

Kuriert von Böhmermann und seiner "Royal Group" verschmilzt das Event Satire, Politik und interaktive Kunst. Es sprengt Grenzen und lädt das Publikum ein, den Status quo zu hinterfragen.

Die Schau überträgt Böhmermanns scharfe Medienkritik in einen physischen Raum voller schwarzem Humor und kühner Aussagen. Die Besucher verlassen sie mit einer Mischung aus Amüsement und Nachdenklichkeit – konfrontiert mit politischer Satire und surrealen Kuriositäten. Bis zur Schließung Mitte Oktober bleibt die Ausstellung täglich geöffnet.

Quelle