12 March 2026, 20:17

Bayern streicht Steuer-Mahnungen: Jetzt sind Bürger selbst verantwortlich

Ein altes deutsches Banknoten mit einem roten Stempel und Text, wahrscheinlich eine Aktie.

Bayern streicht Steuer-Mahnungen: Jetzt sind Bürger selbst verantwortlich

Bayerisches Landesamt für Steuern stellt Mahnungen für Vorauszahlungen ein – Steuerzahler müssen Fristen nun selbst im Blick behalten

Das Bayerische Landesamt für Steuern versendet künftig keine Erinnerungen mehr für Steuer-Vorauszahlungen. Steuerpflichtige erhalten damit vor Ablauf der Fristen keine Benachrichtigungen mehr.

Bisher hatte die Behörde vor den Stichtagen Erinnerungen verschickt, um Steuerzahler vor Säumniszuschlägen zu bewahren. Diese Praxis wurde nun eingestellt – die Eigenverantwortung für die Fristeneinhaltung liegt damit bei den Bürgern. Kein anderes deutsches Finanzamt hatte zuvor ein vergleichbares automatisiertes Mahnsystem eingeführt.

Auch Zahlscheine werden künftig nicht mehr den Steuerbescheiden beigefügt. Die Entscheidung folgt dem Rückgang papierbasierter Banküberweisungen, da immer mehr Menschen auf digitale Zahlungsmethoden umsteigen. Um den Prozess zu vereinfachen, empfiehlt die Behörde nun die Anmeldung zum SEPA-Lastschriftverfahren. Dadurch werden die Beträge automatisch abgebucht, sodass Zahlungen pünktlich und ohne manuellen Aufwand geleistet werden.

Mit der Umstellung sollen der Verwaltungsaufwand verringert und digitale Lösungen gefördert werden. Steuerzahler müssen jedoch nun besonders darauf achten, die Fristen selbstständig einzuhalten – andernfalls drohen Säumnisgebühren.

Da Erinnerungen und Zahlscheine entfallen, sind Steuerpflichtige auf eigene Aufzeichnungen oder automatisierte Systeme angewiesen. Wer sich für das SEPA-Lastschriftmandat entscheidet, umgeht Mahngebühren, da die Abbuchungen ohne weiteres Zutun erfolgen. Die Änderung ist Teil der Bestrebungen, die Steuerverwaltung in Bayern zu modernisieren.

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