Bauwirtschaft 2026: Wohnungsbau und Tiefbau treiben Wachstum trotz hoher Materialkosten
Francesco SchenkBauwirtschaft 2026: Wohnungsbau und Tiefbau treiben Wachstum trotz hoher Materialkosten
Die Bauwirtschaft zeigt zu Beginn des Jahres 2026 gemischte, aber insgesamt positive Entwicklungen. Die Umsätze der ersten vier Monate blieben in etwa auf dem Niveau des Vorjahres, doch im April gab es in mehreren Schlüsselbereichen ein deutliches Wachstum.
Im April verzeichnete der Wohnungsbau mit einem nominalen Umsatzplus von 7,1 % die stärkste Steigerung. Auch die Auftragseingänge in diesem Segment stiegen im Vergleich zum April 2025 um 8,9 %. Der öffentliche Hochbau folgte mit einem Umsatzanstieg von 5,3 %, während der gewerbliche Bau ein moderateres, aber dennoch bemerkenswertes Plus von 6,8 % erzielte.
Der Tiefbau war dabei der Haupttreiber des Umsatzwachstums in allen drei großen Segmenten. Der nichtwohnliche Hochbau entwickelte sich hingegen weniger dynamisch. Insgesamt stiegen die Auftragseingänge für die gesamte Branche im Jahresvergleich um 1,8 %.
Die Materialkosten belasteten die Branche im Mai 2026 zusätzlich. Die Preise für Bitumen kletterten im Vergleich zum Mai 2025 um 31,2 %. Auch Holz, Metalle und mineralische Baustoffe verbuchten deutliche Preisanstiege.
Die Bauwirtschaft bleibt gut aufgestellt, um die wirtschaftliche Erholung zu unterstützen – vorausgesetzt, die Politik setzt die richtigen Maßnahmen. Während das Wachstum im Wohnungsbau und Tiefbau die schwächere Entwicklung im nichtwohnlichen Hochbau ausglich, stellen die steigenden Materialkosten weiterhin eine Herausforderung dar.
