Airbus fordert schnelle Entscheidung über deutsches Kampfflugzeug nach FCAS-Scheitern
Hans-Jürgen ZirmeAirbus fordert schnelle Entscheidung über deutsches Kampfflugzeug nach FCAS-Scheitern
Airbus drängt deutsche Politiker zu schneller Entscheidung über Zukunft der Kampfflugzeug-Entwicklung
Der Vorstoß erfolgt nach dem Scheitern des deutsch-französisch-spanischen FCAS-Programms. Unternehmensvertreter warnen, dass weitere Verzögerungen den Fortschritt behindern und kritische Sicherheitsbedürfnisse ungedeckt lassen würden.
Thomas Pretzl, Vorsitzender des Betriebsrats von Airbus Defence and Space, betonte, Deutschland verfüge sowohl über die finanziellen Mittel als auch über das Fachwissen, um ein eigenes Kampfflugzeug zu entwickeln. Jeder Tag, der in Debatten statt in Taten verstreiche, sei ein verlorener Tag für technologischen und industriellen Fortschritt, warnte er.
Pretzl verwies zudem auf die dringende Notwendigkeit, die Flotte der Luftwaffe zu modernisieren. Er ist überzeugt, dass Airbus das Projekt auch ohne ausschließliche Abhängigkeit von internationalen Partnerschaften vorantreiben könnte.
Reinhard Brandl, parlamentarischer Geschäftsführer der CSU, unterstrich zwar ebenfalls die Bedeutung eines zügigen Vorgehens, hob aber die europäische Zusammenarbeit hervor. Deutsche Unternehmen könnten eine zentrale Rolle bei der Entwicklung eines neuen europäischen Kampfflugzeugs spielen, so Brandl. Seine Äußerungen deuten auf einen Mittelweg zwischen nationaler Handlungsfähigkeit und grenzüberschreitender Kooperation hin.
Der Appell zu raschem Handeln kommt angesichts des gescheiterten FCAS-Programms. Airbus besteht darauf, dass Deutschland sich nun zwischen einer eigenständigen Entwicklung oder einer erneuerten europäischen Partnerschaft entscheiden muss. Die Weichenstellung wird sowohl die Zukunft der Luftwaffe als auch der heimischen Rüstungsindustrie prägen.






